Shoppingtourismus

Chinesen geben pro Einkauf mehr aus als Russen

Im Schnitt haben ausländische Reisende heuer 357 Euro beim Shoppen in Österreich ausgegeben. Am häufigsten werden Markenuhren und Schmuck gekauft.

Wien - Touristen aus China entdecken Österreich vermehrt als Einkaufsparadies. Heuer haben Reisende aus dem Reich der Mitte bereits 28 Mio. Euro auf die heimischen Ladentische gelegt, was einem Plus von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, teilte der Mehrwertsteuerrückerstatter Global Blue am Mittwoch mit. Am häufigsten werden Markenuhren und Schmuck gekauft. Pro Einkauf blättern die Chinesen derzeit 465 Euro hin, um 33 Euro mehr als noch 2010 und um 40 Euro mehr als Russen.

Im Schnitt haben ausländische Reisende heuer 357 Euro beim Shoppen in Österreich ausgegeben. Gesamthaft betrachtet bleiben aber Gäste aus Russland Einkaufskaiser, die heuer um 40 Prozent mehr ausgaben als im Vorjahreszeitraum. Es kommen nämlich „wesentlich“ mehr Russen nach Österreich. Allerdings ist der Durchschnittseinkaufsbetrag von russischen Touristen von 431 auf 425 Euro gesunken.

Weltweit gesehen haben die Chinesen die Russen bereits überholt. „Statussymbole sind bei chinesischen Touristen wichtige Codes für Einfluss und Macht“, so Gerd Gfrerer von Global Blue Österreich. Dazu zählen teure Kleidung, Markenuhren und Schmuck, vielfach seien die bevorzugten Luxusmarken in ihrer Heimat wesentlich teurer oder gleich gar nicht erhältlich. Im Urlaub legten Chinesen - im Gegensatz zu russischen Reisenden - eher wenig Wert auf „glamouröse Unterbringungen, sondern konzentrieren sich voll und ganz auf das Shopping-Erlebnis.“ Die Reiselust der Chinesen werde noch massiv zunehmen, nicht nur bei Gruppenreisen, sondern auch bei Individualtrips. (APA)