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EU bietet Iran Atomgespräche an

EU-Außenbeauftragte Ashton forderte von Teheran „volle Kooperation“ mit der IAEA. Dann sei ein Treffen möglich.

Brüssel - Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat Gespräche mit dem Iran über sein umstrittenes Atomprogramm unter bestimmten Bedingungen in Aussicht gestellt. Ein Treffen sei möglich, „wenn der Iran Bereitschaft zeigt, sich ernsthaft an konkreten Gesprächen zu beteiligen, die das Ziel haben, die internationalen Befürchtungen über sein Atomprogramm zu zerstreuen“, sagte Ashton nach einer am späten Mittwochabend in Brüssel veröffentlichten Mitteilung.

Nach Gesprächen mit Vertretern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA, China und Russland äußerte Ashton „schwerste Befürchtungen“ über eine mögliche militärische Dimension des iranischen Atomprogramms und berief sich dabei auf einen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA (IAEO) in Wien. In seinem letzten Iran-Report hatte sich der japanische IAEA-Chef Yukiya Amano erneut besorgt gezeigt, dass Teheran im Geheimen an Nuklearwaffen arbeitet.

Ziel sei weiterhin eine „diplomatische Lösung“, so Ashton. Dazu müsse der Iran der internationalen Öffentlichkeit beweisen, dass sein Atomprogramm ausschließlich der friedlichen Nutzung diene. Das müsse „ohne Vorbedingungen“ geschehen. Zu diesem Zweck habe man Teheran bereits konkrete Schritte vorgeschlagen. „Wir bedauern zutiefst, dass der Iran nicht reagiert hat.“

Ashton forderte von Teheran „volle Kooperation“ mit der IAEA. Dann sei ein Treffen „zu einem frühen Termin, der beiden passt, an einem Ort, der beiden passt“, möglich. Die letzten Gespräche über das iranische Atomprogramm im Januar in Istanbul endeten abrupt, ohne einen Fortschritt gebracht zu haben.

Im August hatte die Regierung in Teheran dann einen IAEA-Inspektor einmalig in eine Nuklearanlage gelassen, deren Besuch vorher nicht erlaubt war. Zudem gab der Iran bekannt, möglicherweise unter bestimmten Konditionen über die Anschuldigungen sprechen zu wollen - Details blieben aber im Dunkeln. Das Land bot an, die bisher erfolglosen Gespräche mit den Weltmächten wieder aufzunehmen. Die USA sahen darin lediglich eine Charme-Offensive ohne Substanz. (APA/dpa)