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Wiener Heckenschütze: 22.000 Euro Belohnung für Hinweise

Seit mehreren Wochen schießt ein Unbekannter scheinbar wahllos auf Passanten. Fieberhaft sucht die Polizei nach dem unheimlichen Schützen mit dem Luftdruckgewehr.

Wien – Im Fall des Wiener Heckenschützen, der seit mehreren Wochen mit einer Luftdruckwaffe anscheinend wahllos auf Passanten schießt, hat die Polizei am Donnerstag die Belohnung für Hinweise erhöht: Das Bundeskriminalamt lobte 20.000 Euro aus, nachdem der Verein der „Freunde der Wiener Polizei“ am Mittwoch 2.000 Euro für Informationen ausgelobt hatte, die zur Ausforschung des Täters führen.

Bisher sind 17 Fälle bekannt. Dabei wurden jüngsten Angaben der Polizei zufolge 14 Passanten verletzt, in zwei Fällen wurden Autos beschädigt. Offenbar gibt es kein Muster, nach dem der Heckenschütze seine Ziele auswählt. Bei den Projektilen handelt es sich um sogenannte Diabolos vom Kaliber 4,5 Millimeter. Bis Donnerstag sind bei der Polizei zahlreiche Hinweise eingelangt, die von den Ermittlern jetzt geprüft werden. Die Informationen stehen nicht unbedingt in Zusammenhang mit den Taten, man gehe aber jedem Hinweis nach, sagte Polizeisprecher Mario Hejl.

Der erste Fall, der dem Unbekannten zugeordnet wird, wurde am 25. August registriert. Damals wurde in Hietzing ein Auto beschädigt. Am Abend des 15. September hat der Heckenschütze 13 Menschen getroffen. Tags darauf wurde der bisher jüngste bekannte Fall registriert. An mehreren Tatorten wurde angeblich ein kleiner, heller Pkw gesehen.

Hinweise werden - auch vertraulich - vom Landeskriminalamt Wien unter der Telefonnummer 01/31310-33130 DW und jeder Polizeidienststelle entgegengenommen. (APA)