Schüsse vor Papstmesse in Erfurt: Verdächtiger festgenommen
Mit einem Luftdruckgewehr schoss ein Anwohner am Samstagmorgen aus einem Fenster auf Sicherheitskräfte. Niemand wurde verletzt.
Erfurt – Nach Schüssen aus einer Luftdruckwaffe auf Sicherheitskräfte an einer Kontrollstelle zum Papstbesuch ist ein Mann festgenommen worden. Nach Angaben von Polizeisprecher Dirk Sauter hatte der Mann zwischen 7.00 und 8.00 Uhr vier Schüsse aus einem Luftdruckgewehr auf zwei Mitarbeiter abgegeben. Verletzt wurde niemand. Es werde wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt, sagte Sauter. Der Mann bestreitet die Tat.
Der Zwischenfall ereignete sich etwa zwei Stunden vor Beginn der Messe mit dem Papst. Gegen 11 Uhr wurde der Verdächtige in einer Wohnung festgenommen. Nach Angaben von Robert Ryczko, dem Polizeieinsatzleiter während des Papstbesuchs, hatten Polizisten nach einer ersten Information über Schüsse erst herausfinden müssen, aus welcher Wohnung sie abgegeben wurden. Danach sei es nicht gelungen, mit dem Mann Kontakt aufzunehhmen, so dass die Polizisten schließlich gewaltsam in die Wohnung eingedrungen seien. Der Festgennommene sei nicht der Mieter der Wohnung. Er wurde 1981 in Erfurt geboren und lebt mittlerweile in Berlin.
Bei der Messe war von dem Vorfall nichts zu spüren. Die Straße, die auch in der Nähe des Augustinerklosters liegt, ist von Polizeibeamten abgesperrt. (dpa, tt.com)
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