Türkei

PKK-Überfall in Türkei: Fünf Polizisten getötet

Bei dem Anschlag auf eine Polizeiwache im Südosten des Landes wurden neun weitere Polizisten verletzt und drei PKK-Kämpfer getötet.

Diyarbakir - Kurdische Rebellen haben am Samstag nach Angaben türkischer Sicherheitskreise eine Polizeiwache im Südosten der Türkei angegriffen und fünf Polizisten getötet. Neun weitere Polizisten seien beim Überfall in der Stadt Pervari in der Provinz Siirt verletzt worden. Drei Kämpfer der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) seien getötet worden.

Der Überfall ereignete sich in einer Zeit erhöhter Spannungen zwischen PKK und türkischem Militär. Die Türkei hat mit einer Bodenoffensive gegen die vom Norden des Irak aus agierende Kurden gedroht. Seit August nehmen Luftwaffe und Artillerie die Region im Nachbarland Irak unter Feuer, die wegen ihrer kurdischen Bevölkerungsmehrheit weitgehende Autonomie besitzt.

Die PKK, die von der Türkei, den USA und der EU als Terrorgruppe gebrandmarkt ist, hatte im Jahr 1984 den bewaffneten Kampf für eine Autonomie im Südosten der Türkei aufgenommen. Mehr als 40.000 Menschen kamen in dem Konflikt ums Leben. (APA/Reuters)