„Spiegel“-Bericht

Kontakte Breiviks zu deutschen Rechtsextremisten überprüft

Deutsche Ermittler untersuchen einem „Spiegel“-Bericht zufolge mögliche Verbindungen zwischen dem norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik und bayerischen Rechtsextremisten.

Hamburg - Hintergrund sei eine umfangreiche E-Mail-Verteilerliste Anders Behring Breiviks, die norwegische Fahnder an ihre deutschen Kollegen weitergeleitet hätten, berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe. In der Liste fänden sich offenbar auch Spuren in die bayerische Neonazi-Szene.

Vor wenigen Wochen lud der Augsburger Staatsschutz laut „Spiegel“ mehrere Rechtsextremisten zu Zeugenvernehmungen im Zusammenhang mit dem Attentat. Unter den Betroffenen sei auch der Vorsitzende des NPD-Bezirks Oberbayern, Roland Wuttke, gewesen. Wuttke habe jeglichen Kontakt zu Breivik bestritten.

Bei der Augsburger Staatsanwaltschaft war am Sonntag niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Der geständige Attentäter Behring Breivik hatte am 22. Juli auf der norwegischen Insel Utöya das Feuer auf Teilnehmer eines Jugendlagers der regierenden Arbeiterpartei eröffnet und 69 Menschen getötet. Zuvor hatte der 32-jährige Rechtsextremist einen Bombenanschlag im Regierungsviertel von Oslo verübt, bei dem acht Menschen starben. (APA/AFP/dpa)