Wachstumsschub am Zurich Film Festival

Mehr Filme, mehr A-Klasse-Promis und fast 30 Prozent mehr Zuschauer: Die am Sonntag zu Ende gegangene 7. Ausgabe des Zurich Film Festivals (ZFF) hat einen signifikanten Wachstumsschub verzeichnet. 51.000 Besucher wurden gezählt, 11.500 mehr als 2010. Von den sechs verliehenen Preisen ging einer nach Österreich: In der Sparte deutschsprachiger Spielfilm gewann „Atmen“ von Karl Markovics.

Die Jury ließ sich vom „poetischen Minimalismus“ des Films, der „ungemein stilsicher komponiert“ sei, überzeugen. „Atmen“ handelt von einem 19-jährigen Haftentlassenen, der dank der Arbeit in einem Bestattungsunternehmen den Weg zurück ins Leben findet.

In der Kategorie deutschsprachiger Dokumentarfilm gewann der Schweizer Nick Brandestini mit „Darwin“ über eine kleine Siedlung in der kalifornischen Wüste. Eine „heitere Geschichte über den American Way of Life“ urteilte Jurymitglied Güzin Kar, „erzählt in unglaublich starken Bildern“. Auch das Publikum schenkte seine Gunst einem Schweizer Dok-Film: dem Porträt „Unter Wasser atmen - das zweite Leben des Dr. Nils Jent“ von Andri Hinnen und Stefan Muggli. Es rollt die schier unglaubliche Geschichte auf von einem Mann, der nach einem Unfall nur noch hören und mit den Augen zwinkern konnte und heute ein Kompetenzzentrum an der Uni St. Gallen leitet.

Den internationalen Spielfilmwettbewerb entschied „Take Shelter“ von Jeff Nichols (USA) für sich. Der Film, der bereits den Großen Preis der Kritikerwoche in Cannes erhalten hat, erzählt von einem Vater, der nach einer Reihe apokalyptischer Visionen einen Unterschlupf baut, um seine Familie zu schützen - vor einem Unwetter oder vor sich selber? Die Internationale Dokumentarfilmjury vergab ihr Goldenes Auge an „Buck“ (USA) über einen Cowboy mit „Pferdeflüsterer“-Fähigkeiten. Sie lobte den Film als „bewegendes Porträt einer charismatischen Persönlichkeit“.

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