Tiroler Politik will norwegisches Volk für Nobelpreis vorschlagen

Was sich erst anhört wie eine Schnappsidee, ist tatsächlich eine ernst gemeinte Tiroler Initiative mit breiter Unterstützung.

Innsbruck – Im Tiroler Landtag wird morgen, Mittwoch, ein ganz besonderer Antrag eingebracht. Landtagspräsident Herwig van Staa und alle sechs Klubobleute der im Landtag vertretenen Parteien setzen sich dafür ein, das norwegische Volk und die norwegischen Regierung für den Friedensnobelpreis zu nominieren.

Die Idee geboren hat der Innsbrucker Rechtsanwalt und Honorarkonsuls Ivo Greiter. „Das norwegische Volk hat nach den schrecklichen Terroranschlägen, bei denen 77 Menschen starben, faszinierend reagiert,“ sagt Greiter. Statt Hass, Rache und verschärften Gesetzen, habe die Regierung und das Volk mit einer Forderung nach mehr Demokratie, Offenheit und Humanität reagiert. Am 26. Juli hatte der als Polizist verkleidete Anders Behring Breivik im Regierungsviertel von Oslo mit einer Autobombe und auf der Insel Utöya durch gezielte Schüsse ein Massaker angerichtet.

Im Novemberlandtag soll der Antrag beschlossen und dann an die Bundesräte weitergegeben werden. Diese sollen dann bis zum 1. Februar die notwendigen Schritte für die Friedensnobelpreisnominierung setzen. „Es geht darum, hier Bewusstsein zu schaffen“, erklärte van Staa. (TT)

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