Risiko einer zweiten Rezession in Europa gestiegen

Das Risiko einer zweiten Rezession nach der Wirtschaftskrise von 2008 in Europa ist größer geworden, schreibt die Ratingagentur Standard & Poor‘s am Dienstag in einer Analyse. Die Wahrscheinlichkeit einer neuerlichen Rezession in Westeuropa liege bei etwa 40 Prozent, dennoch gehe man weiter von einem uneinheitlichen und zögerlichen Wachstum in den kommenden fünf Quartalen aus.

Für die Eurozone sagt S&P nun für 2012 ein Wachstum von nur mehr 1,1 Prozent voraus, statt bisher 1,5 Prozent. Für Großbritannien erwartet S&P ein Wachstum von 1,7 Prozent, statt wie im August 1,8 Prozent.

Unternehmensumfragen von August und September deuteten auf eine neuerliche Verschlechterung des Unternehmensklimas. Das gelte nicht nur für die Staaten, die von der Schuldenkrise unmittelbar betroffen sind, sondern auch für Kernländer der Eurozone und Großbritannien. Hierbei spielten nicht nur eine Verlangsamung in Industrie und Dienstleistungen eine Rolle, sondern auch der massiv angestiegene Druck der Finanzmärkte auf die Europäischen Banken.

Auch der erwartete Rückgang beim US-Wachstum werde die Wirtschaft in Europa treffen, da die USA ein wichtiges Exportland seien. Robuste Nachfrage von Schwellenländern und stabile Konsumnachfrage in Schlüsselmärkten wie Frankreich und Deutschland sollen ebenfalls helfen, eine Rezession zu vermeiden.


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