Bart und Homer Simpson droht wegen Gagen-Krieg das Ende

Bart Simpson gehört eine der wohl teuersten Stimmen der Welt. Nur ein Grund dafür, warum 20th Century Fox tatsächlich überlegt, die Simpsons abzusetzen.

"The Simpsons": Maggie, Marge, Lisa, Homer und Bart.
© AP/Fox

Los Angeles – Ganze 400.000 Dollar pro Folge soll jener Synchronsprecher kassieren, der Bart Simpson seine Stimme leiht. Und dann gibt es da noch Marge, Homer, Lisa und viele weitere Charaktere, die das Simpson-Universum bevölkern. Selbstredend, dass hier viele weitere Stimmen für noch mehr harte Dollars benötigt werden.

Um diese absurd hohen Gagen für die Stimmen der Simpsons ist nun zwischen dem Filmstudio und den Synchronsprechern ein handfester Streit ausgebrochen. „Unter den bisherigen finanziellen Vorzeichen können wir die Serie einfach nicht mehr produzieren“, ließ 20th Century Fox Television verlautbaren. Die Gagen von Dan Castellaneta (Homer), Julie Kavner (Marge), Nancy Cartwright (Bart), Yeardley Smith (Lisa), Hank Azaria (Moe der Barbesitzer, Polizeichef Wiggum und Apu) und Harry Shearer (Mr. Burns und Ned Flanders) sollen dramatisch gekürzt werden.

Reichweite gefallen

Hintergrund ist aber nicht unbedingt die reine Höhe der Gagen, sondern vor allem die sinkende Popularität der Simpsons. In der aktuellen Saison ist die Reichweite pro Serie auf 7,1 Millionen Zuseher (in den USA) gefallen. Fünf Jahre zuvor lag die Reichweite bei 8,7 Millionen, also rund 19 Prozent darüber.

Der Einbruch trifft vor allem die wichtigste Zielgruppe für die Werbewirtschaft. Unter den 18- bis 49-jährigen Amerikanern beträgt der Rückgang immerhin 17 Prozent.

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Bei diesen Reichweiten ist der Lizenzpreis von über 5 Millionen Dollar pro Folge, die von den ausstrahlenden TV-Networks bezahlt werden müssen, nicht mehr refinanzierbar.

Fazit: Es muss gespart werden. Und eine der größten Kostenpositionen sind die Synchronsprecher. Schwierig wird das Thema zudem, weil die Simpsons mit 23 Spielsaisonen auch ohne neue Serien für die Produktionsfirma und auch die TV-Sender viel Geld abwerfen. (tt.com)


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