IWF „zuversichtlich“ wegen nächster Rate für Athen

Der Internationale Währungsfonds hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die nächste Rate der Hilfskredite für Griechenland überwiesen wird. „Wir sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss kommen“, sagte IWF-Europadirektor Antonio Borges am Mittwoch in Brüssel. Es gebe aber keinen Grund zur Eile bei der Entscheidung.

Borges mahnte die Euro-Länder, schnell die Schuldenkrise im Euro-Raum einzudämmen: „Eine dauerhafte Lösung zu finden für die Staatsschuldenkrise in der Eurozone ist mehr als überfällig.“ Die Euroländer hatten eine Entscheidung über die Auszahlung der nächsten Tranche in Höhe von 8 Mrd. Euro für Griechenland am Montag zunächst aufgeschoben, weil die sogenannte Troika aus IWF, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank mehr Zeit braucht, um die griechischen Spar- und Reformbemühungen zu überprüfen. Ihre Bewertung ist die Grundlage für eine Entscheidung über die Freigabe des Geldes. Ursprünglich sollte diese bereits im September fallen, Griechenland kommt nach eigenen Angaben aber noch bis Mitte November ohne weitere Hilfszahlungen aus dem Ausland über die Runden.

Borges sprach sich für eine Überarbeitung des erst im Juli verhandelten zweiten Hilfsprogramms für Griechenland aus. Nötig sei ein Programm, das den Schwerpunkt auf die Tragfähigkeit der Schulden des Landes und ein erneutes Wachstum der am Boden liegenden griechischen Wirtschaft lege. Griechenland hatte am Wochenende mitgeteilt, dass es in diesem und im kommenden Jahr die vereinbarten Sparziele nicht erreicht.

Abgesehen von der Griechenland-Thematik warnte der IWF am Mittwoch vor einer möglichen weltweiten Rezession im kommenden Jahr. Eine Rezession sei „nicht auszuschließen“, sagte Borges in Brüssel. Zwar rechne der IWF für das kommende Jahr nach wie vor mit einem leichten Wirtschaftswachstum, die wirtschaftliche Aktivität könne sich aber auch zurück entwickeln.

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