Bayern-Kicker Breno kam gegen Kaution wieder auf freien Fuß

Wegen Fluchtgefahr wurde die Haftstrafe „gegen strenge Auflagen“ außer Vollzug gesetzt.

München - Nach zwölf Tagen in Untersuchungshaft ist der unter Verdacht auf schwere Brandstiftung stehende Bayern-Profi Breno wieder auf freiem Fuß. Gegen Zahlung einer Kaution in nicht genannter Höhe setzte das Amtsgericht München am Donnerstag den Haftbefehl gegen den jungen Brasilianer außer Vollzug. Wenige Tage vor seinem 22. Geburtstag konnte Breno die Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim, in der er seit seiner Inhaftierung am 24. September in der Krankenabteilung untergebracht war, kurz nach 16.00 Uhr verlassen. Der Haftbefehl gegen ihn bleibt aber bestehen.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass Breno heute aus der Untersuchungshaft entlassen wurde und er damit zu seiner Familie und dem FC Bayern zurückkehren kann“, erklärte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Die vom Gericht geforderten Auflagen wie vor allem die Zahlung der wahrscheinlich hohen Kaution seien „von Breno mit Hilfe des FC Bayern und seines Anwalts allesamt erbracht worden“. Über einen Hinterausgang verließ der junge Brasilianer daraufhin am Nachmittag die Anstalt in einem abgedunkelten Wagen.

Der Bayern-Profi steht unter Verdacht, vor gut zwei Wochen seine Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald vorsätzlich in Brand gesetzt zu haben. Bei dem Feuer war das angemietete Haus völlig ausgebrannt, es entstand ein Millionenschaden. Rasch geriet der Abwehrspieler, der sich zum Zeitpunkt des Brandes allein in der Villa aufgehalten hatte, ins Visier der Ermittler. Wegen Verdunkelungs- und Fluchtgefahr erließ das Amtsgericht München schließlich Haftbefehl gegen den Familienvater.

Die Verdunkelungsgefahr bestehe nicht mehr, betonte am Donnerstag die Staatsanwaltschaft München I, da die verfahrensrelevanten Hinweise allesamt gesichert worden seien. Die Fluchtgefahr wurde durch die Zahlung der Kaution und elf weitere Auflagen ebenfalls beseitigt. Zu den weiteren Auflagen wollte sich die Behörde nicht äußern, allerdings dürften sicher auch Meldeauflagen bestehen. „Bei Verstoß gegen auch nur eine dieser Auflagen kann der Haftbefehl wieder in Vollzug gesetzt und der Beschuldigte wieder inhaftiert werden“, betonte die Staatsanwaltschaft. (dpa)

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte