Österreichs Agrarexporte boomen

Agrarprodukte und Lebensmittel aus Österreich sind international gefragt: Die heimischen Agrarexporte stiegen im ersten Halbjahr um mehr als ein Fünftel (21,2 Prozent) auf 4,5 Mrd. Euro. Der Trend dürfte sich fortsetzen. Im Gesamtjahr könnten fast 9 Mrd. Euro erreicht werden, sagte AMA-Marketing-Geschäftsführer Stephan Mikinovic.

Deutschland ist der wichtigste Abnehmer für Agrarprodukte aus Österreich, überdurchschnittliche Zuwachsraten gibt es auch in den neuen EU-Mitgliedsländern. Die gesamten Agrarimporte stiegen in den ersten sechs Monaten 2011 mit einem Plus von 14,1 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro deutlich weniger stark als die Ausfuhren. Es habe im Export ein so gutes Halbjahr wie schon lange nicht mehr gegeben, so Mikinovic.

In den letzten Jahren waren die Zuwächse geringer gewesen, 2009 in Folge der Krise gab es sogar einen Rückgang. Wenn sich die Entwicklung fortsetze, werde 2011 ein sehr gutes Jahr. Die Ausfuhren näherten sich den Importen, 2012 könnte eine ausgeglichene Handelsbilanz möglich sein.

Nach Deutschland geht rund ein Drittel aller heimischen Agrarexporte. Im ersten Halbjahr gab es ein Plus von 15,3 Prozent auf rund 1,5 Mrd. Euro. Wichtigste Warengruppe waren Milch- und Milchprodukte (+15 Prozent auf 243 Mio. Euro). Die Käseexporte konnten dabei sogar um 30 Prozent gesteigert werden.

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Fast ein Fünftel der heimischen Agrar- und Lebensmittel geht bereits in die 12 neuen EU-Mitglieder. Im ersten Halbjahr gab es einen Zuwachs um 23,5 Prozent auf rund 827 Mio. Euro. Wichtigster Bereich ist nach wie vor Frischfleisch mit einem Ausfuhrwert von 103,5 Mio. Euro (-1,2 Prozent). Beliebt sind auch Obst (+36,5 Prozent auf 47 Mio. Euro) und Gemüse (+17 Prozent auf 42 Mio. Euro). Bei Milchprodukten gab es einen Zuwachs um 12 Prozent auf 29 Mio. Euro.


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