Defizit weitet sich aus

Außenhandelsdefizit von Jänner bis Juli knapp vier Milliarden Euro

Im Zeitraum Jänner bis Juli vergrößerte sich das Loch in der Außenhandelsbilanz gegenüber dem Vorjahreszeitraum massiv von 1,86 auf 3,89 Mrd. Euro.

Wien - Im österreichischen Außenhandel hat sich im Juli das Defizit im internationalen Warenaustausch auf 570,3 Mio. Euro ausgeweitet, nach noch 87,8 Mio. Euro Überschuss im gleichen Vorjahresmonat. Der Wert der Exporte erhöhte sich im Jahresabstand um 4,5 Prozent auf 10,07 Mrd. Euro, das Importvolumen legte um 11,4 Prozent auf 10,64 Mrd. Euro zu, wie aus den vorläufigen Berechnungen der Statistik Austria hervorgeht. Damit hat der Außenhandel wieder etwas an Tempo gewonnen: Im Juni waren die Ausfuhren nur um 1,9 Prozent gewachsen und die Einfuhren um 5 Prozent.

Im gesamten Zeitraum Jänner bis Juli vergrößerte sich das Loch in der Außenhandelsbilanz gegenüber dem Vorjahreszeitraum massiv von 1,86 auf 3,89 Mrd. Euro. Die Ausfuhren kletterten um 15,4 Prozent auf 70,69 Mrd. Euro, die Einfuhren um 18,1 Prozent auf 74,58 Mrd. Euro.

Der Großteil des Außenhandels wird mit Mitgliedstaaten der EU abgewickelt. Die heimischen Lieferungen erhöhten sich heuer in den ersten sieben Monaten um 14,5 Prozent auf 49,66 Mrd. Euro. Zugleich bezog Österreich waren aus der EU im Wert von 53,88 Mrd. Euro (plus 17,5 Prozent), daraus ergibt sich ein Passivum von 4,22 Mrd. Euro nach lediglich 2,47 Mrd. Euro Minus im gleichen Vorjahreszeitraum. Im Juli allein legte das Außenhandels-Passivum Österreichs im Handel mit der EU im Jahresabstand von 459,7 auf 741,1 Mio. Euro zu.

Mit Drittstaaten erzielte Österreich im Juli einen Überschuss von 170,7 Mio. Euro - nach 547,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum - und in den gesamten sieben Monaten einen Überschuss von 333,1 (612,6) Mio. Euro. (APA)