Arbeiten an havariertem Frachter vor Neuseeland wieder aufgenommen
Bergungsteams haben vor der neuseeländischen Küste wieder mit dem Abpumpen von Öl aus einem havarierten Containerschiff begonnen.
Tauranga - Unter schwierigen Bedingungen sind auf dem vor Neuseeland havarierten Frachtschiff „Rena“ die zuvor unterbrochenen Abpumparbeiten wieder aufgenommen worden. Ein technisches Einsatzteam pumpte in der Nacht zu Montag rund 20 Tonnen Schweröl aus dem Bauch des Schiffes.
Die Arbeiten seien „fürchterlich“, sagte ein Vertreter der neuseeländischen Meeresbehörde, Bruce Anderson. „Dieses Ding ächzt und knarrt und macht einen Höllenlärm.“ Für den Tagesverlauf wurde zudem mit einer unruhigen See gerechnet, was die Gefahr eines vollständigen Auseinanderbrechens des aufgerissenen Frachters weiter erhöhte.
Stärkere Pumpen sollen zum Einsatz kommen
Schwierigkeiten bereitet den Arbeitern außerdem, dass das Schweröl im Bauch der „Rena“ seit dem Abschalten der Schiffsmotoren immer weiter abkühlt und verdichtet, so dass die angeschlossenen Pumpen es schlechter ansaugen und transportieren können.
Am Montag sollten deshalb stärkere Pumpen angeschlossen werden. Bislang konnten rund 34 Tonnen Treibstoff aus dem Schiff abgepumpt werden, geschätzte 350 Tonnen sind nach Angaben der neuseeländischen Seefahrtsbehörde MNZ in die Bay of Plenty ausgelaufen. Insgesamt hat die „Rena“ demnach noch mehr als 1400 Tonnen Treibstoff an Bord.
Das Umweltministerium sprach von der größten maritimen Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes. Den Verschmutzungen durch den Ölteppich in dem Naturparadies sind bislang rund 1250 Seevögel zum Opfer gefallen. (APA/AFP/dapd)