Investor Pecik steigt bei Telekom Austria ein
Nun ist es offiziell: Der Wiener Investor Ronny Pecik ist bei der Telekom Austria eingestiegen.
Der Wiener Investor Ronny ist bei der Telekom Austria eingestiegen. Wie die börsenotierte Telekom Austria am Montag mitteilte, hat die RPR Privatstiftung per 14. Oktober indirekt über die Tochter Marathon Beteiligungs GmbH, Wien, und deren Tochter Marathon Zwei eine jederzeit ausübbare Call-Option (american style) auf Aktien an der Telekom Austria AG erworben.
Diese Call-Option ermöglicht es der Marathon Zwei Beteiligungs GmbH bis zum 18. Juni 2012 Aktien in einem Ausmaß von höchstens 5,4 Prozent, was Stimmrechten in Höhe von 5,4 Prozent entspricht, zu erwerben.
Darüber hinaus hält die RPR Privatstiftung bereits 64.721 Aktien und die Tochtergesellschaften 310.000 Aktien an der Telekom Austria AG, - zusammen 0,0846 Prozent -, wodurch der RPR Privatstiftung insgesamt ca. 5,485 Prozent der Aktien zurechenbar wären.
Das Telekom Austria-Grundkapital setzt sich aus 443 Millionen Aktien zusammen. Zu Mittag notierte die Aktie mit 8,35 Euro um 1,24 Prozent höher.
Momentan ist Pecik nach der ÖIAG (28,4 Prozent) der zweitgrößte Einzelaktionär des teilstaatlichen Konzerns. Die Aktien sind mehrheitlich breit gestreut. Bereits Anfang September hat das Nachrichtenmagazin „Format“ berichtet, dass Pecik gemeinsam mit drei Investoren mit bis zu 20 Prozent bei der Telekom einsteigen will. Dabei hieß es, dass einer der Investoren der ägyptische Milliardär Naguib Sawiris sein soll, dem der ägyptische Telekomkonzern Orascom gehört..
Nach diversen Affären bestellte die Telekom unterdessen den deutschen Compliance-Experten Martin Walter, meldete das Unternehmen am Montag. Er wird in die Konzernorganisation integriert und für die konzernweite Umsetzung von Compliance-Maßnahmen ab 7. November 2011 verantwortlich sein und an den Telekom-Gesamtvorstand berichten.
„Compliance, also die Einhaltung von Recht, Richtlinien und ethischen Grundsätzen, muss die Basis aller Geschäfte sein. Ansonsten nimmt die Unternehmensreputation nachhaltigen Schaden mit allen negativen Auswirkungen auf zum Beispiel Käufervertrauen und Arbeitgeberimage“, betonte Walter. „Wir freuen uns, mit Martin Walter einen erfahrenen und anerkannten Experten gewinnen zu können, der einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen und stringenten Compliance der Unternehmensgruppe leisten wird“, so Telekom-Chef Hannes Ametsreiter.