Innsbrucker Markthalle wechselt für einen Euro den Besitzer

Die Stadt Innsbruck wird die Markthalle – vorausgesetzt der Gemeinderat stimmt zu – schon im Jänner übernehmen. Ein symbolischer Euro wird den Kauf besiegeln.

Innsbruck – Die Rahmenbedingungen für den Kauf sind ausverhandelt worden. Nun ist es für den Stadtsenat (19. Okober) und den Gemeinderat (im November) an der Zeit, sich mit dem Thema Markthallen-Kauf durch die Stadt Innsbruck zu befassen.

„Nach mehreren Anläufen und langen Verhandlungen wurde nun eine Übernahmemöglichkeit gefunden“, berichtete die Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer am Montag. Rechtlich gehe es darum, dass die Landwirtschaftskammer und die Wirtschaftskammer ihr Baurecht an der Markthalle der Stadt Innsbruck übertragen. Weiters werde die Stadt von den beiden Kammern alle Gesellschaftsanteile an der Innsbrucker Markthallen Betriebs-GmbH zum symbolischen Preis von einem Euro übernehmen. Inklusive sei demnach aber auch die Betreiberpflicht.

„Jetzt zeigt sich auch, dass der Rückkauf des Baurechts der Hochgarage richtig war. Es ist wichtig, dass sich die Entwicklung dieses zentralen innerstädtischen Areals in einer Hand befindet“, meint Bürgermeisterin Oppitz-Plörer dazu. Denn die Stadt Innsbruck hätte mit der Übernahme der Markthalle direkten Einfluss auf das gesamte Gebiet von der Hochgarage bis zum Marktplatz.

Markthalle soll erhalten bleiben

Projekt-Ideen für die Nutzung gibt es laut Bürgermeisterin bereits: So könnte eine Bildungseinrichtung und ein Hotel Platz finden, frei bleiben soll der Marktplatz und die Markthalle soll bestehen bleiben.

„Die Markthalle ist eine Innsbrucker Einrichtung und gehört für mich zur Stadt untrennbar dazu“, ist die Bürgermeisterin klar für die Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte am Standort. Durch neue Projekte solle es zu einer Attraktivierung, etwa durch die Verlegung der Straße und gleichzeitige Öffnung hin zum Inn und einer Rückkehr zu den Wurzeln des Marktwesens kommen. (tt.com)