Gesundheit

Organtransplantationen: Österreich ist Spitze

Patienten mit durch die Verpflanzung von Organen behebbaren Erkrankungen haben in Österreich im Vergleich zu anderen Staaten gute Chancen. 2007 war die Alpenrepublik beispielsweise an der Spitze unter 25 Ländern, was die Anmeldung von Kranken für Transplantationen betraf, berichtete am Dienstag bei einem EU-Workshop zu dem Thema Axel Rahmel, Kardiologe und Spezialist von Eurotransplant.

Eurotransplant (Benelux-Staaten, Österreich, Deutschland, Slowenien und Kroatien) fungiert als Kooperationsplattform - auch für den Austausch von Spenderorganen -, beobachtet und analysiert die Situation. Rahmel zeigte Daten aus dem Jahr 2007. Zu diesem Zeitpunkt war Österreich unter 25 europäischen Staaten mit mehr als 90 für Transplantationen vorgesehenen Patienten pro Million Einwohner an der Spitze.

Der Fachmann: „Es zeigt sich immer wieder. Wer ein hohes Spenderorganaufkommen hat, hat auch hohe Transplantationsraten bzw. viele Patienten, die dafür vorgesehen sind. (...) Aber jeden Tag sterben in Europa zumindest zehn Menschen auf der Warteliste. Und wir sehen da nur die Spitze des Eisberges.“

Patienten, die an sich für eine Transplantation infrage kämen, würde offenbar gar nicht dafür vorgesehen werden, wenn das System zu schwach sei, eine zu geringe Chance auf ein Spenderorgan bestünde. Neben Österreich befinden sich noch Frankreich, Belgien, Italien und die Schweiz in der Gruppe jener europäischen Länder mit mehr als 80 Patienten pro Million Einwohner, die für Transplantationen vorgesehen sind. Staaten wie Schweden, Portugal und Deutschland liegen mit um die 60 im Mittelfeld, am Ende (weniger als 40 Patienten pro Million Einwohner) rangieren Staaten wie Ungarn, Griechenland, Rumänien und die baltischen Staaten Lettland und Litauen.