Chavez bedauert Tod Gaddafis
Der venezolanische Präsident erklärte, sein früherer Verbündeter werde „als Märtyrer in Erinnerung bleiben“.
Caracas – Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat den Tod von Libyens Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi bedauert und von „Mord“ an ihm gesprochen. Sein früherer Verbündeter werde als „Märtyrer“ und „großer Kämpfer“ in Erinnerung bleiben, erklärte Chavez am Donnerstag nach Angaben der venezolanischen Zeitung „La Nacion“ gegenüber Journalisten.
Chavez hatte seit Beginn des Aufstandes in Libyen vor acht Monaten Gaddafi die Treue gehalten. Er betrachtete den libyschen Machthaber als Freund und Verbündeten. Er hatte ihn stets ermuntert, der „imperialistischen Aggression“ der NATO Widerstand zu leisten. Deswegen gab es Spekulationen, Gaddafi könnte versuchen, nach Venezuela ins Exil zu gehen.
Ziel des Westens sei es, sich der libyschen Ölreserven zu bemächtigen, meinte Chavez. Diese Geschichte beginne nun in Libyen, so der venezolanische Präsident, der nach eigenen Angaben eine Krebserkrankung überstanden hat. Doch dem „Yankee-Imperium“ werde es nicht gelingen, die Welt zu beherrschen, fügte Chavez hinzu. (APA)