Mutmaßliche russische Agenten in Deutschland festgenommen

Ehepaar soll laut „Spiegel“ seit 20 Jahren aktiv gewesen sein.

Berlin – Die deutschen Sicherheitsbehörden haben einem „Spiegel“-Bericht zufolge ein mutmaßliches russisches Agentenpaar festgenommen, das seit gut 20 Jahren aktiv gewesen sein soll. Es sei der erste derartige Fall seit der Wiedervereinigung, schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner jüngsten Ausgabe. Der Fall könne die deutsch-russischen Beziehungen belasten.

Ein Einsatzkommando des Bundeskriminalamts habe das Paar bereits am Dienstag in Marburg (Hessen) und Balingen (Baden-Württemberg) festgenommen. Die Eheleute stünden im Verdacht, für den russischen Auslandsgeheimdienst SWR gearbeitet zu haben. Die mutmaßlichen Spione seien aufgefallen, nachdem das FBI im vergangenen Jahr einen Agentenring des russischen Auslandsgeheimdienstes in den USA ausgehoben habe. Beide Verdächtigen bestreiten dem Bericht zufolge die Vorwürfe.

Bei der Durchsuchung hätten die Ermittler die Frau dabei überrascht, wie sie gerade vor einem Funkempfänger verschlüsselten Agentenfunk gehört habe. Bei den Verdächtigen seien österreichische Pässe sichergestellt worden. Demnach sei der Mann in Argentinien, die Frau in Peru geboren. Recherchen der deutschen Sicherheitsbehörden in Südamerika hätten allerdings ergeben, dass diese Angaben nicht stimmten. (APA/dpa)


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