K.o. im Finish: Wacker verspielt Sieg und verliert bei Admira noch 2:3
Bis zur 89. Minute führten die Innsbrucker mit 2:1. Doch in den Schlussminuten drehte die Admira das Spiel und gewinnt noch mit 3:2.
Maria Enzersdorf - Der Sieg war in Griffweite, doch am Ende steht der FC Wacker ohne einen einzigen Punkte da: Innerhalb von drei Minuten drehte Tabellenführer Admira vor 3.769 Zuschauern in der Trenkwalder-Arena das Spiel und schaffte noch einen 3:2-Last-Minute-Sieg.
Die Innsbrucker sahen nach Toren von Carlos Merino (66.) und Dario Dakovic (77.) kurz vor Schluss beim Stand von 2:1 wie der sichere Sieger aus. Doch dann die Wende: Zuerst traf Christopher Dibon per Kopf zum 2:2 (89.), dann machte Patrik Jezek (92.), der auch schon den ersten Admira-Treffer (68.) erzielte hatte, den Sieg der Südstädter perfekt.
Der FC Wacker, der zuvor als letztes Team der Liga in der Fremde unbesiegt war, kassierte damit im sechsten Spiel die erste Auswärtsniederlage.
Kaum Chancen in der ersten Hälfte
Die erste Hälfte war ein taktisches Geplänkel, beide Mannschaften ließen dem Gegner kaum Räume, Chancen waren daher absolute Mangelware. Während die Innsbrucker vor den Augen von Neo-ÖFB-Teamchef Marcel Koller keine einzige nennenswerte Chance vorfanden, wurden die Südstädter zumindest dreimal gefährlich, zweimal nur dank haarsträubender Fehler der Gäste.
Nach einem missglückten Abschlagversuch von Bea setzte Hosiner einen Volleyschuss hauchdünn daneben (29.), zudem verfehlte der Admira-Stürmer das Gehäuse, nachdem ihm Harding den Ball im Strafraum ungewollt ideal aufgelegt hatte (34.). Bei der einzig wirklich schön herausgespielten Aktion schoss Emin Sulimani nach einem schönen Schwab-Lochpass aus 13 Metern am langen Eck vorbei (38.).
Merino brint Wacker in Führung
Nach dem Seitenwechsel forcierten die Hausherren vorerst die Offensivbemühungen, ein Jezek-Volleyschuss ging deutlich drüber (49.), ein Hosiner-Versuch daneben (60.). Nach einer halben Stunde trauten sich die Innsbrucker aber mehr zu und wurden schnell belohnt. Nach einem leicht abgefälschten Zuspiel des schon in der 32. Minute für Schütz eingewechselten und nach einem Nasenbeinbruch mit Gesichtsmaske spielenden Perstaller traf Merino aus elf Metern souverän ins Eck (66.).
Jubeln konnten die mitgereisten Tirol-Anhänger aber nur kurz. Zwei Minuten später spielte Schachner nach einer schönen Aktion über mehrere Stationen ideal auf Jezek, und der Tscheche hatte keine Mühe mit seinem starken linken Fuß im Strafraum zu vollenden (68.). Diesmal ließ die Antwort der Tiroler nicht lange auf sich warten und wieder hatte Merino seine Beine im Spiel. Ein Freistoß des Spaniers wurde abgefälscht und der aufgerückte Dakovic musste aus kürzester Distanz nur noch abstauben (77.).
Jezek macht Admira-Sieg perfekt
Die Admira schlug aber wie auch schon im ersten direkten Duell noch spät zurück und sicherte sich am Ende sogar drei Punkte. Zuerst war der ungedeckte Dibon nach einem Zeman-Eckball per Kopf zur Stelle (89.), dann traf Jezek, neuerlich nach Zeman-Vorarbeit, mit einem wuchtigen Halbvolley-Schuss (92.). Im ersten Saisonduell am Tivoli hatte Emin Sulimani in der 92. Minute den 2:2-Ausgleich für die Admiraner erzielt.
FC Trenkwalder Admira - FC Wacker Innsbruck 3:2 (0:0)
Maria Enzersdorf, Trenkwalder Arena/Südstadt, 3.769, SR Grobelnik.
Torfolge: 0:1 (66.) Merino, 1:1 (68.) Jezek, 1:2 (77.) Dakovic, 2:2 (89.) Dibon, 3:2 (92.) Jezek