Mann bei Protesten gegen Banken in Kalifornien schwer verletzt

Laut einem Fotografen der Nachrichtenagentur AFP hatten die Sicherheitskräfte Tränengas eingesetzt. Mindestens ein Mensch wurde denmach von einer Tränengasgranate getroffen und blieb bewusstlos liegen.

Oakland – Bei der Auflösung von Protesten gegen die Macht der Banken im US-Staat Kalifornien durch die Polizei ist ein Mann schwer verletzt worden. Wie ein Sprecher des Krankenhauses Highland General Hospital am Mittwoch (Ortszeit) erklärte, wurde der Mann, ein Irak-Veteran, in kritischem Zustand eingeliefert. Die Vereinigung Irak-Veteranen gegen den Krieg erklärte, der Verletzte sei von einem „Polizeiprojektil“ getroffen worden und habe eine Schädelfraktur erlitten.

Die Polizei war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Sie hatte zunächst erklärt, bei der Auflösung der Proteste in Oakland nahe der Metropole San Francisco am Dienstagabend sei niemand verletzt worden.

Laut einem Fotografen der Nachrichtenagentur AFP hatten die Sicherheitskräfte Tränengas eingesetzt. Mindestens ein Mensch wurde denmach von einer Tränengasgranate getroffen und blieb bewusstlos liegen. Nach Polizeiangaben wurden keine Gummigeschosse eingesetzt.

Ab 18.00 Uhr am Mittwochabend (Ortszeit; 03.00 Uhr MESZ) wollten die Demonstranten in Oakland erneut auf die Straße gehen. Die Polizei kündigte jedoch an, sie dürften sich nach 22.00 Uhr (Ortszeit) nicht mehr im Stadtzentrum aufhalten.

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Die Protestbewegung hat sich seit Mitte September von New York auf eine Reihe von Städten in den USA ausgebreitet und fand auch international Widerhall. Zusammengehalten wird sie von der Wut darüber, dass vor allem die Mittelschicht und die ärmere Bevölkerung unter den Folgen der Finanzkrise zu leiden hätten.

Außerdem beklagen sie den Einfluss von Konzernen und Banken auf die Politik. Die zumeist jungen Teilnehmer beschreiben sich selbst als die „99 Prozent“ und spielen damit auf das reichste Prozent der US-Bevölkerung an, von dem sie sich hintergangen fühlen. (APA/AFP)


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