Schwede darf Privatjagd auf lästiges Eichhörnchen eröffnen

Nach einem mehrmonatigem Hürdenlauf bei den Landesbehörden erhielt der Mann eine Sonderlizenz.

Stockholm - Ein Eigenheimbesitzer im Stockholmer Vorort Enskede hat von der Landesregierung eine Sondergenehmigung zur Jagd auf ein angeblich besonders zudringliches Eichhörnchen erhalten. Der Mann nahm dafür einen monatelangen Spießrutenlauf durch den Behördendschungel auf sich. Mehrere Einreichungen waren notwendig, in denen der Familienvater beschrieb, wie der vermeintlich niedliche Nager regelmäßig ins Haus eindrang und Verwüstungen in Blumentöpfen und an Lebensmittelvorräten anrichtete.

Um sein Vorhaben zu vollenden, benötigt der Eichhörnchen-Terminator in spe nun noch eine polizeiliche Genehmigung zum Abfeuern von Schüssen im Wohngebiet, schrieb das Stockholmer Blatt „Expressen“ am Samstag. Die Landesbehörde erinnerte den Privatjäger auch daran, dass nach vollendetem Waidmannsglück die nach jedem Abschuss fällige Wildpflege-Gebühr zu entrichten sei. „Expressen“ gab dem geplagten Hausbesitzer weiters zu bedenken, dass man Eichhörnchen auch relativ einfach mit Hilfe von Leckerbissen in einen Käfig locken und dann weit weg vom Haus wieder freilassen kann.

Die Jagd auf Eichhörnchen ist in Schweden grundsätzlich verboten. Genehmigungen werden nur in Ausnahmefällen erteilt. (APA)

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