Banken- und Schuldenkrise überschattet Weltspartag
Am Montag laden die Banken und Sparkassen ihre Kunden wieder zum Weltspartag. Doch diesmal dürften sich die Sparer nur mit gemischten Gefühlen in ihrer Stammfiliale einfinden, um die traditionellen Kleingeschenke im Gegenzug für ihr Erspartes entgegenzunehmen. Zu oft war in den letzten Tagen und Wochen von einer Staatsschulden- oder sogar Bankenkrise zu hören und zu lesen.
Auch Informationen über die zunehmende Ungleichheit bei der Geldvermögensbildung dürften die einfachen Sparer nicht gerade erfreuen. Laut Armutskonferenz verfügen zwei Drittel der Österreicher über kein nennenswertes Geldvermögen. Für sie dürfte sich der Gang in die Bankfiliale heute also erübrigen. Das oberste Zehntel besitzt hingegen 54 Prozent des gesamten Geldvermögens.
Das Anlageverhalten der Österreicher wird nach wie vor von Sicherheit dominiert, womit das Sparbuch neben dem Bausparer weiter an der Spitze der interessantesten Anlageformen liegt. Laut neuesten Statistikdaten legen die Menschen in der EU auch wieder mehr Geld auf die hohe Kante. Im zweiten Quartal 2011 stieg die Sparquote der Haushalte von 11,9 auf 12,6 Prozent. Zuvor war die Quote fünfmal in Serie gefallen.