1769 Menschen starben seit 1990 auf Tirols Straßen
Heuer sind bereits 38 Personen bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückt. Insgesamt geht aber die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle aber deutlich zurück.
Innsbruck - Dieser Tage wird den Verstorbenen gedacht. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass allein durch Verkehrsunfälle in Tirol seit dem Jahr 1990 1769 Menschen ums Leben gekommen sind. Heuer sind bereits 38 Menschen bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückt. Seit dem Jahr 1994 ist die Zahl der Verkehrstoten in Tirol um 68 Prozent zurückgegangen, so der VCÖ. Der VCÖ weist darauf hin, dass durch den weiteren Ausbau des Öffentlichen Verkehrsnetzes die Verkehrssicherheit in Tirol erhöht werden kann.
„Verkehrsunfälle reißen Menschen aus ihrem Leben. Für Angehörige ist der Unfalltod besonders schlimm. Ein Mensch, mit dem man soeben noch gelacht oder geweint hat, ist plötzlich nicht mehr da“, betont VCÖ-Expertin Bettina Urbanek. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass Verkehrsunfälle in Tirol seit dem Jahr 1990 bereits das Leben von 1.769 Menschen ausgelöscht haben.
Heuer kamen bereits 38 Menschen bei Verkehrsunfällen in Tirol ums Leben, um vier mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Insgesamt geht aber die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle in Tirol deutlich zurück, wie die VCÖ-Untersuchung zeigt. In den vergangenen zwanzig Jahren war der Blutzoll im Jahr 1994 am höchsten, als 122 Menschen im Tiroler Straßenverkehr starben. „Bis zum Vorjahr ist die Zahl der tödlich Verunglückten um 68 Prozent zurückgegangen. Die Verkehrssicherheitsmaßnahmen des Landes und der Gemeinden wirken“, macht VCÖ-Expertin Urbanek aufmerksam.
Die Hauptursache tödlicher Verkehrsunfälle ist zu hohes Tempo. Niedrigere Tempolimits verringern das tödliche Unfallrisiko. Der VCÖ weist auch darauf hin, dass durch den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs die Zahl der Verkehrsunfälle deutlich verringert werden kann. Das Risiko mit dem Pkw tödlich zu verunglücken ist rund 40 Mal höher als mit Öffentlichen Verkehrsmitteln.
„Haben Pendler die Möglichkeit mit der Bahn zur Arbeit zu kommen, verringern sich nicht nur deren Kosten, sondern auch deren Unfallgefahren“, betont VCÖ-Expertin Urbanek. Die Tiroler Wirtschaft wiederum profitiert, weil es weniger Arbeitsausfälle infolge von Krankenständen gibt.
Der VCÖ spricht sich daher für eine verstärkte Einbindung der Wirtschaft in die Finanzierung des Öffentlichen Verkehrs aus. Eine Möglichkeit dabei sind so genannte Jobtickets, bei denen Unternehmen ihren Beschäftigten die Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr kostengünstig oder sogar gratis zur Verfügung stellen. „Gefordert ist diesbezüglich auch das Finanzministerium. Derzeit ist das Jobticket nur mehr Pendlerinnen und Pendler steuerbegünstigt, wichtig wäre, dass alle Beschäftigten ein Anrecht auf ein steuerbegünstigtes Jobticket haben“, stellt VCÖ-Expertin Urbanek fest. (tt.com)