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Restituierter Klimt soll in New York 25 Millionen Dollar bringen

Die Versteigerung des Gemäldes „Litzlberg am Attersee“ soll am Mittwoch erfolgen. Es wurde den Erben nach Amalie Redlich vom Museum der Moderne Salzburg zurückgegeben.

Wien, New York – Die hochkarätige Impressionismus und Moderne-Auktion von Sotheby‘s New York wird am Mittwoch von Gustav Klimts „Litzlberg am Attersee“ angeführt. Das erst kürzlich vom Salzburger Museum der Moderne an Georges Jorisch restituierte Gemälde soll 25 Millionen Dollar bringen (17,7 Mio. Euro), wie es in den Auktionsunterlagen heißt. Ein Teil des Erlöses kommt dem Salzburger Museum für Bauprojekte zugute. Weitere Toplose der Auktion stammen von Henri Matisse und Pablo Picasso.

Entstanden ist Klimts berühmtes Landschaftsbild im Jahr 1914, als er mit Emilie Flöge den Sommer in Weissenbach am Attersee verbrachte. Es zeigt eine Landschaft am Seeufer und zählt durch seinen schimmernden mosaikartigen Farbauftrag zu Klimts einflussreichsten Gemälden. Es gehörte zunächst zur Kunstsammlung des Ehepaares Zuckerkandl und hing in ihrem Heim, dem heutigen Sanatorium Purkersdorf, später kam es in den Besitz der Schwester Amalie Redlich (geborene Zuckerkandl).

Deren Enkelsohn Georges Jorisch konnte in seinen Erinnerungen genau rekonstruieren, wo das Gemälde in Purkersdorf gehangen hatte - und damit nachweisen, dass „Litzlberg am Attersee“ unter jenen Gemälden war, die der Familie von den Nazis geraubt wurden. Bis zu seiner Restitution im vergangenen Sommer war das Bild in Salzburg, zuletzt im Museum der Moderne, zu sehen. Ein Teil des Erlöses - zuletzt war von 1,3 Millionen Euro die Rede - will Jorisch an das Museum spenden, für einen Erweiterungsbau, der in Erinnerung an Amalie Redlich benannt werden soll. Bei Sotheby‘s zeigt man sich „geehrt, wieder diese bemerkenswerte Sammlerfamilie zu präsentieren“, so die Österreich-Direktorin Andrea Jungmann.

Bei der Auktion am Mittwoch befindet sich der Klimt in bester Gesellschaft: Als Toplos geht die monumentale Bronzeskupltur „Nu de dos“ von Henri Matisse mit einem Schätzwert von 20 bis 30 Millionen Dollar (14,1 bis 21,2 Mio. Euro) an den Start - und ist nur die erste von allen vier der großen Matisse-Brozen, die bis zum Juni 2012 versteigert werden. Als weiterer Höhepunkt der Auktion ist Picassos „L‘Aubade“ zu nennen (Schätzpreis 12,71 bis 17,7 Mio. Euro), eines von drei großen Gemälden aus 1967, die einen Dialog zwischen einer nackten Frau und einem Flötenspieler zum Motiv haben. (APA)