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Anonymous legt sich mit mexikanischem Drogenkartell an

Um die Freilassung eines entführten Anonymous-Aktivisten zu erreichen, droht man dem Kartell mit der Veröffentlichung der Namen von Unterstützern.

Mexiko-Stadt – Mexikanische Aktivisten des Kollektivs „Anonymous“ haben sich einen neuen Gegner geschaffen. Doch nicht Polizeibehörden und Regierungen stehen diesmal auf der Schwarzen Liste der Hacker, sondern die Organisation mit dem Namen „Los Zetas“. Dahinter verbirgt sich das laut US-amerikanischer Drogenbehörde DEA gewalttätigste Drogenkartell Mexikos.

Der Grund für den Konflikt ist die Entführung eines Anonymous-Mitglieds durch das Kartell, das sich Online-Kritiker oft gewaltsam vom Hals schafft. Doch man wolle dies nun nicht mehr hinnehmen, so ein Anonymous-Video, das die Zetas vor ein Ultimatum stellt. „Ihr habt einen grossen Fehler gemacht, als ihr einen von uns entführt habt. Lasst ihn frei. Sollte ihm etwas zustossen, werdet ihr Hurensöhne den 5. November nicht vergessen.“

Man wolle, so die Drohung der Aktivisten, Namen und Daten von Mitgliedern und Unterstützern des Kartells veröffentlichen. Darunter sollen sich neben Taxifahrern und Polizisten auch korrupte Journalisten und Politiker befinden.

Sollten die Hacker ihren Drohungen auch nachkommen, so würde dies zu viel mehr Toten im bereits blutigen mexikanischen Drogenkrieg führen, so der US-amerikanische Sicherheitskonzern Stratfor ( http://go.tt.com/uwHC88 ). Nicht nur würden die enthüllten Kartell-Unterstützer Zielscheibe von Konkurrenten, auch Racheaktionen gegenüber Online-Aktivisten seien zu erwarten. (tt.com)