Trotz Unruhen

Teheran setzt auf syrischen Präsidenten Assad

Der Iran hat die Hoffnung geäußert, dass der syrische Präsident Assad trotz der Unruhen in seinem Land an der Macht bleibt.

Der Iran hat die Hoffnung geäußert, dass der syrische Präsident Assad trotz der Unruhen in seinem Land an der Macht bleibt. Iranischen Medienberichten zufolge sagte Außenminister Ali Akbar Salehi am Dienstag: „Wir hoffen, dass die arabischen Staaten alles tun werden, was nötig ist, um ein gutes Ende herbeizuführen. (...) Jegliches Machtvakuum in Syrien hätte unvorhersehbare Konsequenzen.“

Es war seit Beginn der Unruhen in Syrien das erste Mal, dass Teheran so offen seine Unterstützung für den unter Druck geratenen syrischen Machthaber geäußert hat. Syrien und der Iran sind enge Verbündete. Der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hatte im September bereits ein Krisentreffen in Teheran vorgeschlagen, um über Hilfen für das Assad-Regime zu beraten.

Die syrische Führung will unterdessen weiter nicht auf die Forderungen der Arabischen Liga nach einem Ende des Militäreinsatzes gegen die Protestbewegung eingehen. Trotzdem bemüht sich das Regime von Präsident Assad, den Gesprächsfaden mit den arabischen Regierungen nicht abreißen zu lassen. Die regierungsnahe syrische Tageszeitung „Al-Watan“ schrieb am Dienstag, Damaskus wolle den arabischen Außenministern, die für diesen Mittwoch in Kairo eine Sondersitzung zu Syrien einberufen haben, Vorschläge unterbreiten. Dem Vernehmen nach fordert Assad auch, „dass der Medienkrieg gegen Syrien beendet wird“.

Die Protestbewegung schätzt, dass seit Beginn der Demonstrationen gegen Assad im vergangenen März bereits mehr als 4.000 Menschen getötet wurden. Die syrische Führung bezeichnet die Regimegegner als „bewaffnete Terrorbanden“.