probahn stößt sich an AUA- Forderung
Wenn der neue AUA-Chef Jaan Albrecht am Mittwoch seinen Job beginnt, muss er nicht nur die AUA aus den Verlusten bringen und scharfe Konkurrenz durch Golf-Airlines abwehren. Er bekommt auch gleich einen Vorgeschmack auf österreich-interne Reibereien mit Lobbyisten, die der Airline Steuerprivilegien vorhalten.
Die AUA verlangt wegen des Vordringens der Emirates Hilfe von der österreichischen Regierung, darunter diverse Gebührensenkungen.
Das hat am Dienstag die Fahrgastvereinigung probahn auf die Barrikaden getrieben. „Die Chancengleichheit von Fluglinien und Bahnbetreibern erfordert eine Streichung der Privilegien statt neuer Privilegien, so Peter Haibach von probahn Österreich am Dienstag.
Während sich der Bund nicht einmal mehr eine zweistündige Zugverbindung zwischen Salzburg und Graz bzw. Linz und Graz leisten könne, kämen nun von der AUA neuerlich Forderungen nach staatlicher Unterstützung, empörte sich Haibach über Forderungen der Fluggesellschaft nach Reduktion bzw. Wegfall von Sicherheitsgebühren, Luftverkehrsabgabe, Lizenzgebühren, An- und Abfluggebühren sowie Mineralölvorratsabgabe.
Demgegenüber forderte probahn am Dienstag, „dass auch die AUA steuerlich gleichbelastet wird wie die ÖBB, also etwa mineralölsteuerpflichtig wird“. Es sei auch nicht Aufgabe des Staates, einen Preiskampf in der Luftfahrt zu subventionieren, meinte der Bahnfahrer-Lobbyist mit Blick auf Dumpingpreise für Flugtickets.