Skigebiete investieren 19 Millionen Euro - Skikarten nicht zu teuer
Die Region Serfaus-Fiss-Ladis lässt Preiskritik an Tiroler Skigebieten nicht gelten und will Unterstützung bei ihren Golfplatzplänen.
Innsbruck – Das Skigebiet Serfaus-Fiss-Ladis lässt die zuletzt laut gewordene Kritik an teurem Skivergnügen in Tirol nicht auf sich sitzen. „Mich wundern Statements, wonach sich der Mittelstand das Skifahren nicht mehr leisten kann. Das stimmt absolut nicht“, erklärte Benny Pregenzer, Geschäftsführer der Bergbahnen Fiss-Ladis am Mittwoch. Es gebe gute Angebote für Einheimische und Familien, etwa den günstigen Tiroler-Tag an jedem Samstag in Serfaus-Fiss-Ladis. Wie berichtet, werden die Preise für Skitickets in Tirol heuer 2,5 bis 3 % steigen. „Andere Branchen haben im zweistelligen Bereich erhöht, die Kosten für Energie etwa sind stark gestiegen“, betont Pregenzer. Man passe die Ticketpreise lediglich an die Inflation an und gebe die übrigen gestiegenen Kosten gar nicht weiter.
Kritik üben die Touristiker an den Behörden im Land. Konkret geht es um den unerfüllten Wunsch nach einem Golfplatz, der aufgrund des Naturschutzgesetzes bisher nicht gebaut werden darf. „Wir wollen, dass man uns nicht behindert, sondern einfach arbeiten lässt“, erklärte TVB-Obmann Franz Tschiderer. Nachsatz: „Ich glaube, dass eine Destination wie unsere mit 2 Mio. Nächtigungen und 200 bis 300 Mio. Umsatz auch einen Golfplatz verdient.“ Die Rahmenbedingungen für den Tourismus seien schwierig, als Skigebiet konkurriere man heute mit Fernreisen und Kreuzfahrten. „Wir zählen daher darauf, dass uns die Verantwortungsträger unterstützen.“
Die Region wartet zum Saisonstart wieder mit einigen Neuerungen auf. Eine neue 6er-Sesselbahn bringt die Skifahrer auf den Masnerkopf auf 2820 Meter, insgesamt investieren die Bergbahnen heuer 19 Mio. Euro in Schneesicherheit und Infrastruktur. Zudem wurden 19 so genannte Wohlfühlstationen, etwa Strandkörbe, Hängematten oder Sofas, im Skigebiet aufgestellt, in denen sich die Gäste ausruhen können. Von 204 Pistenkilometern sind mittlerweile 155 beschneit, erklärte Georg Geiger, Geschäftsführer der Serfaus. Im Skigebiet gibt es heuer auch ein neues Serviceangebot: Als so genannte „Helping Hands“ unterstützen Mitarbeiter die Skifahrer beim Verladen von Ski und Snowboard in die Gondel. Am 2. Dezember starten die Lifte in die Saison.
Sehr positiv ist der Sommer heuer für die Region verlaufen. Am Ende stand ein Nächtigungsplus von 9 %. Für den Winter sind die Erwartungen auch durchwegs positiv. (wer)