Euro-Krisentreffen in Cannes zu Griechenland
Im südfranzösischen Cannes findet am heutigen Mittwoch ein weiteres Euro-Krisentreffen statt. Zentrales Thema des für 17.30 Uhr geplanten Arbeitsessens ist das weitere Vorgehen nach der Ankündigung einer Volksabstimmung in Griechenland über das in Brüssel beschlossene Rettungspaket. Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Staatschef Sarkozy hatten das Treffen vereinbart.
Geladen sind zudem Griechenlands Ministerpräsident Papandreou, EU-Kommissionpräsident Barroso, EU-Ratspräsident Van Rompuy, der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Juncker, und die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde.
Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch nach dem Paukenschlag aus Athen deutlich erholt. Die weiter angespannten Märkte beobachteten genau die Entwicklung in Griechenland und verarbeiteten eine ganze Flut von mehrheitlich positiv aufgenommenen Zahlen, hieß es. Börsianer hofften zudem auf positive Signale vom Fed-Zinsentscheid aus den USA am Abend.
Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 legte im frühen Handel um 1,40 Prozent auf 2.291,34 Punkte zu. Der Cac 40 in Paris gewann 1,74 Prozent auf 3.121,62 Zähler und der Londoner FTSE 100 stieg um 0,76 Prozent auf 5.462,82 Punkte. Der heimische ATX rutschte hingegen nach dem gestrigen Feiertag in die Verlustzone und verlor am Mittwochvormittag rund 2,6 Prozent.
Aus Verunsicherung rund um die Entwicklung der europäischen Schuldenkrise haben Anleger am Mittwoch wieder verstärkt zu Gold gegriffen. Das als sicher geltende Edelmetall verteuerte sich um bis zu ein Prozent auf 1.736,40 Dollar (1.274,2 Euro) je Feinunze. Für Investoren aus der Euro-Zone war es mit 1.260,77 Euro je Feinunze sogar zeitweise so teuer wie seit vier Wochen nicht mehr.