Heimischer Kunsthändler in Florida vor Gericht
Ein 47-jähriger Kunsthändler aus Österreich muss sich in Florida wegen Betrugs vor Gericht verantworten. Dem Angeklagten drohen bis zu fünf Jahre Haft, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, weil er Kunstwerke von u.a. Salvador Dali und Pablo Picasso im Wert von rund 2,3 Millionen Euro ohne Wissen derer Besitzer verkaufte. Bereits im August war der Mann wegen Diebstahls verurteilt worden.
Er musste damals eine Geldstrafe von 100.000 Dollar begleichen. Ursprünglich war der Kunsthändler 2009 verhaftet worden und unter der Bedingung wieder auf freien Fuß gekommen, dass er das Geld, um das er die Kunstbesitzer betrogen hatte, wieder zurückzahlte. Da dies jedoch nicht geschah, muss sich der Österreicher nun am Donnerstag erneut vor einem Richter verantworten.
Mittlerweile warten laut der Zeitung „Herald Tribune“ zudem Forderungen wegen nicht bezahlter Steuern und weitere Zivilklagen auf den 47-Jährigen. Gegen den Mann lag in Österreich aus den 1990er Jahren ein Haftbefehl des Landesgerichts Wien wegen des Verdachts auf Betrug, Untreue, betrügerischer und fahrlässiger Krida im Falle einer niederösterreichischen Werbeagentur vor.