Gesellschaft

41-Jährige wegen Mordes an Ehemann zu lebenslanger Haft verurteilt

Die Frau hatte den Mann, mit dem sie fünf Kinder hatte, einfach im Wohnzimmer erschossen. Auch in Nürnberg wurde eine Frau wegen Ermordung ihres Mannes verurteilt.

Stuttgart – Wegen Mordes an ihrem Ehemann ist eine Frau aus Plochingen (Landkreis Esslingen) am Donnerstag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Stuttgarter Landgericht sah es als erwiesen an, dass die 41-Jährige ihren sechs Jahre älteren Mann im gemeinsamen Wohnzimmer erschossen hatte, wie das Gericht mitteilte. Das Paar hatte fünf Kinder im Alter zwischen einem und zwölf Jahren.

Die Angeklagte hatte über ihr Motiv gesagt, ihr Mann habe den zweitjüngsten Sohn bedroht. Die Strafkammer sieht diese Aussage jedoch als widerlegt an, da die Kinder das Wohnzimmer bereits verlassen hatten, als die Frau ihren Ehemann erschoss.

Ehefrau tötete Mann mit Beil

Für die tödlichen Beilhiebe auf den Kopf ihres Ehemannes muss eine 57-jährige Frau aus Fürth lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte sie am Donnerstag wegen heimtückischen Mordes. Die Strafkammer sah aber keine besondere Schwere der Schuld.

Die Frau hatte ihren 23 Jahre jüngeren Ehemann im Februar 2011 mit mehr als 20 Beilhieben umgebracht, weil er sich von ihr scheiden lassen wollte. Der Vorsitzende Richter sprach von einem ganzen Motivbündel: Die 57-Jährige habe sich nach acht Jahren Ehe von ihrem Mann ausgenutzt gefühlt und aus Enttäuschung und Verzweiflung gehandelt. Nach der Tat hatte sie sich bei der Polizei gestellt. (dapd)