Wirtschaftspolitik

Italien stimmt Überwachung von Reformen durch IWF zu

Das schuldengeplagte Land wird damit noch stärker an die Leine gelegt. Eine vorsorgliche Kreditlinie sei nicht geplant.

Cannes – Italien hat einem hochrangigen EU-Vertreter zufolge der Überwachung der Reformschritte durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie die Europäische Union zugestimmt.

„Wir müssen sicherstellen, dass es Glaubwürdigkeit gibt bei Italiens Zielen, dass sie erfüllt werden“, sagte die Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Zugleich wies er zurück, dass das Land eine vorsorgliche Kreditlinie benötigen würde. Das sei keine gute Option. Hauptproblem Italiens sei das fehlende Vertrauen an den Märkten in seine Pläne.

Bei dem G-20-Gipfel in Cannes am Donnerstag hatten spanischen Regierungskreisen zufolge Vertreter der Euro-Zone über vorsorgliche Kreditlinien des Euro-Rettungsschirms EFSF für schwächelnde Staaten gesprochen. Mit einer solchen Versicherung im Rücken müssten die hoch verschuldeten Euro-Staaten am Anleihemarkt voraussichtlich niedrigere Kreditzinsen zahlen.

Sowohl die EU als auch der IWF sollen demnach berichten, wie weit Italien die Ziele, die in Verhandlungen mit der EU vereinbart worden sind, erreicht. (APA/Reuters)