Große Stars, große Herzen
Viele Stars machen in der Öffentlichkeit nicht nur durch ihr Arbeit, sondern auch durch ihr soziales Engagement von sich Reden.
Berlin – Der 2354. Stern auf dem Walk of Fame ist der kolumbianischen Sängerin SHAKIRA gewidmet. Damit soll die 34-Jährige nicht nur für ihre Musik, sondern auch für ihr soziales Engagement geehrt werden, hieß es am Donnerstag (Ortszeit) von der Handelskammer in Hollywood. Die Sängerin engagiert sich seit Jahren für Kinder. Von ihr gegründete Stiftungen finanzieren Bildungsprojekte von Schulmahlzeiten bis zum Bau neuer Schulen.
Angesichts einer Hungerkatastrophe in Afrika initiierte der Sänger BOB GELDOF 1984 das „Live Aid“-Doppelkonzert in London und Philadelphia. Viele Pop- und Rockstars folgten seinem Ruf auf die Bühnen. 500 Millionen Zuschauer sahen das Spektakel im Fernsehen, mehr als 200 Millionen Dollar wurden gespendet. Seitdem gilt Geldof als einer der vordersten prominenten Kämpfer für Afrika.
Sängerin ANNIE LENNOX, Frontfrau der 80er-Jahre-Band Eurythmics, tritt mit der Kampagne „Sing“ seit 2007 für Bildung, Menschenrechte und medizinische Versorgung von HIV-infizierten Frauen und Kindern in Afrika ein. 2009 wurde sie dafür in Berlin bei einem Treffen von Friedensnobelpreisträgern mit dem „Peace Summit Award“ ausgezeichnet.
Popdiva MADONNA adoptierte zwei Kinder in Malawi und gründete eine Hilfsorganisation für das afrikanische Land. Der Star spendete elf Millionen Dollar des 18-Millionen-Etats von „Raising Malawi“. In diesem Jahr scheiterte aber gleich das erste Hilfsprojekt: Bei einer geplanten Mädchenschule wurden schon vor dem Baubeginn 3,8 Millionen Dollar verschwendet.
Hollywood-Star GEORGE CLOONEY stellte im Januar im Südsudan sein „Satellite Sentinel Project“ vor. Zusammen mit anderen Prominenten spendete er 750.000 Dollar. Aufnahmen der damit bezahlten Satelliten sollten mögliche Gewalttaten dokumentieren. Clooney: „Man kann über Google Earth mein Haus finden, (...) Kriegsverbrecher, besonders die Regierung des Sudan, (sollten) das gleiche Niveau an Prominenz genießen.“ Gegen Sudans Präsidenten Omar al-Baschir liegt ein internationaler Haftbefehl wegen Völkermordes vor.
Vielfältig engagiert und großzügig zeigen sich seit Jahren die Hollywood-Stars ANGELINA JOLIE und BRAD PITT. Das Ehepaar gründete 2006 die „Jolie/Pitt Foundation“ für humanitäre Projekte in aller Welt. Zum Einstieg spendeten sie jeweils eine Million Dollar an die Hilfsorganisationen „Global Action for Children“ und „Ärzte ohne Grenzen“. Weitere Millionenspenden folgten. Jolie weist zudem als Botschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR im pakistanischen Flutgebiet (2010), an der libysch-tunesischen Grenze (2011) und anderen Brennpunkten auf Menschen in Not hin. Brad Pitt hilft auch daheim: Mit seiner Organisation „Make It Right“ unterstützt er einen umweltfreundlichen Wiederaufbau der vom Hurrikan „Katrina“ zerstörten Stadt New Orleans.
Schauspieler SEAN PENN engagiert sich mit seiner „J/P Haitian Relief Organization“ für den Wiederaufbau in dem von einem Erdbeben verheerten Karibik-Land.
Rockmusiker PETER MAFFAY, seit Jahrzehnten für benachteiligte Kinder aktiv, wurde in diesem Jahr dafür mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.
Der spanische Startenor JOSÉ CARRERAS war vor mehr als 20 Jahren selbst an Leukämie erkrankt. Sein Leben konnte dank einer Knochenmarktransplantation gerettet werden. Seither engagiert er sich in der von ihm gegründeten Stiftung gegen Blutkrebs. Mit jährlichen TV-Spendengalas brachte er von 1995 bis 2010 insgesamt 86 Millionen Euro zusammen.
Das Traumpaar STEFFI GRAF und ANDRE AGASSI erhielt 2007 für sein soziales Engagement den Deutschen Medienpreis. Die ehemaligen Tennisprofis kümmern sich seit Jahren mit Stiftungen um Kinder in Notlagen. (dpa)