176 Polizisten eines Kommissariats in Honduras festgenommen
In dem Fall gehe es um Diebstähle, Entführungen, Morde, Erpressungen und Drogendelikte, sagte ein Sprecher des Sicherheitsministeriums.
Tegucigalpa – Wegen mutmaßlicher Verbindungen zur organisierten Kriminalität sind in Honduras in der Nacht zum Donnerstag 176 Polizisten eines Kommissariats festgenommen worden. In dem Fall gehe es um Diebstähle, Entführungen, Morde, Erpressungen und Drogendelikte, sagte ein Sprecher des Sicherheitsministeriums in der Hauptstadt Tegucigalpa. Gegen die Beamten ermittle die Staatsanwaltschaft.
Aus der Polizeieinheit waren bereits zuvor acht Mitarbeiter festgenommen worden. Sie stehen im Verdacht, Ende Oktober zwei Studenten, darunter den Sohn einer Universitätsrektorin, getötet zu haben. Vier von ihnen wurden am vergangenen Wochenende von Kollegen aus der Haft befreit und befinden sich seither auf der Flucht. Als Reaktion auf die Befreiung entließ der Staatschef Porfirio Lobo mehrere ranghohe Polizeichefs des Landes.
Das mittelamerikanische Honduras mit seinen rund acht Millionen Einwohnern gehört zu den Staaten mit der höchsten Kriminalitätsrate weltweit. Auf 100.000 Einwohner kommen in dem Land mehr als 80 Morde pro Jahr. Die Region ist vom Drogentransit in die USA und Bandenkriminalität besonders betroffen. (APA/AFP)