Ibrahimovic-Buch sorgt in Spanien und Schweden für Wirbel
Verschiedene Versionen über den Streit mit Barca-Coach Guardiola im Sommer 2010 - Kritik auch an Ex-Schweden-Teamchef Lagerbäck.
Stockholm – Die demnächst erscheinende Autobiografie des schwedischen Fußball-Stürmerstars Zlatan Ibrahimovic sorgt schon im Vorfeld in seinem Heimatland und auch in Spanien für Wirbel. Am Donnerstag veröffentlichten zwei schwedische Boulevard-Zeitungen Auszüge aus dem Buch. Darin erzählt der 30-Jährige unter anderem seine Version des Streites mit seinem damaligen Trainer beim FC Barcelona, Josep Guardiola, und geht mit dem ehemaligen schwedischen Nationalcoach Lars Lagerbäck hart ins Gericht.
Barca-Verantwortliche unter Druck gesetzt
Anstoß erregte unter anderem die von Ibrahimovic mit Hilfe seines Co-Autors David Lagercrantz verwendete Wortwahl. Demnach beschimpfte der schwedische Goalgetter Guardiola auf das Wüsteste, nachdem ihn der Coach in einem Match gegen Villarreal nur für die letzten fünf Minuten eingewechselt hatte, und kritisierte, er sei damals systematisch zugunsten von Lionel Messi benachteiligt worden.
Barcelona-Vizedirektor Carles Villarubi reagierte am Freitag prompt auf die Berichte und behauptete, Ibrahimovic habe im Sommer 2010 versucht, die Vereinsleitung unter Druck zu setzen, damit er Barcelona vorzeitig verlassen könne. Dabei habe er auch damit gedroht, Guardiola vor laufenden Kameras zu schlagen.
Lagerbäck, der zu den ÖFB-Teamchef-Kandidaten zählte, wirft Ibrahimovic laut Voraus-Zitaten vor, keine ausreichenden Führungsqualitäten zu haben und „feig“ gewesen zu sein, als er 2006 nach einer durchzechten Nacht in Göteborg gemeinsam mit zwei weiteren Teamkollegen vor einem Ländermatch gegen Liechtenstein ohne direktes Gespräch mit Lagerbäck aus dem Team geworfen wurde. Mittlerweile spielt Ibrahimovic wieder in der schwedischen Auswahl, mit der er in der anstehenden WM-Qualifikation unter anderem auf Österreich trifft. (APA)