21 Nordkoreaner per Boot nach Südkorea geflohen
Wie die südkoreanische Küstenwache mitteilte, wurden die Flüchtlinge, darunter auch Kinder, vor der Küste der Insel Socheong an der Westküste Südkoreas entdeckt.
Seoul – In einem Boot sind 21 Nordkoreaner über die umstrittene Seegrenze im Gelben Meer nach Südkorea geflohen. Wie die südkoreanische Küstenwache am Samstag mitteilte, wurden die Flüchtlinge, darunter auch Kinder, bereits am Dienstag vor der Küste der Insel Socheong an der Westküste Südkoreas entdeckt und noch am selben Tag mit einem Patrouillenboot in die Hafenstadt Incheon gebracht.
Dort hätten sie den Wunsch geäußert, in den Süden überzulaufen. Ein ähnlicher Vorfall hatte im Februar die nach mehreren militärischen Zwischenfällen ohnehin stark angespannten Beziehungen der beiden Länder verschärft.
Jedes Jahr flüchten hunderte Nordkoreaner vor Hunger und Unterdrückung aus ihrer stalinistisch regierten Heimat. Die meisten fliehen zu Fuß nach China und reisen dann heimlich nach Südostasien weiter, um von dort Südkorea zu erreichen. Nordkoreanische Flüchtlinge, die in China geschnappt werden, werden zurück in ihr Heimatland geschickt. Tausende Flüchtlinge leben jedoch illegal in China. (APA/AFP)