Gesellschaft

44 verschüttete Bergleute aus chinesischem Kohlebergwerk gerettet

Zum Zeitpunkt des Unglücks hatten nach offiziellen Angaben insgesamt 74 Kumpel in der Qianqiu-Mine gearbeitet. 14 konnten sich selbst retten, sieben weitere wurden bereits am Freitagabend gerettet.

Peking – Zwei Tage nach einer Explosion in einem chinesischen Kohlebergwerk sind am Samstag 44 Bergleute gerettet worden. Wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete, kamen bei dem Unglück in der zentralchinesischen Provinz Henan acht weitere Kumpel ums Leben. Ein Bergmann wurde demnach noch vermisst.

Zwei der drei Bergleute, die als letzte aus der Mine gerettet wurden, seien sehr schwach, berichtete der Sender weiter. Sie seien aber nicht in Lebensgefahr. Zum Zeitpunkt des Unglücks hatten nach offiziellen Angaben insgesamt 74 Kumpel in der Qianqiu-Mine gearbeitet. 14 konnten sich selbst retten, sieben weitere wurden bereits am Freitagabend gerettet.

Laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua war es am Donnerstag kurz nach einem leichten Erdbeben in der Stadt Sanmenxia, in der auch das Bergwerk liegt, zu einem sogenannten Bergschlag gekommen, bei dem im Gestein vorhandene Spannungen schlagartig abgebaut werden. Nach Angaben des staatlichen Betreibers hatten die Rettungskräfte am Freitag noch Lebenszeichen von den Verschütteten vernommen, die Suchmannschaften arbeiteten deshalb die ganze Nacht hindurch.

In China kommt es immer wieder zu Minenunglücken. Die Bergwerke des Landes gelten als besonders gefährlich, da die Sicherheitsvorschriften häufig umgangen werden. Im vergangenen Jahr starben offiziellen Angaben zufolge mehr als 2.400 chinesische Bergarbeiter bei Unfällen. Nichtregierungsorganisationen rechnen jedoch mit einer wesentlich höheren Dunkelziffer. (APA/AFP)