Zuspruch für Uni-Zusammenlegung von Tirols SPÖ
Nachdem LH Günther Platter den Vorschlag Töchterles, die beiden Universitäten wieder zusammenzuführen, unterstützt, kann auch die Tiroler SPÖ der Forderung einiges abgewinnen.
Innsbruck - „Die Abtrennung der Medizinischen Fakultät von der Leopold-Franzens-Universität unter der schwarz-blauen Bundesregierung war der größte Skandal in der Wissenschaftsgeschichte der Zweiten Republik“, bezog die Tiroler SPÖ-Gesundheitssprecherin und LAbg. Gabi Schiessling in der Debatte um eine mögliche Wiedervereinigung der Unis in einer Aussendung am Samstag Stellung. Jetzt sei ein günstiger Zeitpunkt, diese Trennung rückgängig zu machen.
In Kombination mit dem schlechten Management durch Uni-Rat und Rektorat an der Medizinischen Universität habe sich die Trennung mit den darauffolgenden Strukturproblemen letztendlich zum Schaden der Patienten ausgewirkt, meinte Schiessling weiter. Eine Wiedervereinigung der beiden Universitäten müsse heißen, dass die Stammuniversität wieder die Führung über alle Fakultäten übernehme.
Das Geld dafür müsse vom Wissenschaftsministerium kommen. „Minister Karlheinz Töchterle (V) muss deshalb das Geld aufbringen, das die Bereinigung des Schlamassels kosten wird“, forderte die Landtagsabgeordnete. Die Leopold-Franzens-Universität mit ihren 27.000 Studierenden und rund 3.500 Mitarbeitern dürfe nicht auch nur einen Cent in die Zusammenführung investieren. Schiessling zeigte sich diesbezüglich aber optimistisch, da sich der Wissenschaftsminister nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrung als Rektor getraut habe, das Thema aufzugreifen. (APA)