Gesellschaft

Raketenangriffe auf Israel aus dem Gazastreifen

Am Samstag waren bei einem israelischen Luftangriff ein Palästinenser getötet und ein weiterer schwer verletzt worden.

Militante Palästinenser aus dem Gazastreifen haben in der Nacht zum Sonntag erneut zwei Raketen auf Israel abgefeuert. Ein israelischer Armeesprecher teilte mit, die beiden Geschosse seien in der Nähe der Küstenstadt Ashkelon eingeschlagen. Dabei habe ein ausländischer Arbeiter leichte Verletzungen erlitten.

Am Samstag ist bei einem israelischen Luftangriff im Süden des Gazastreifens nach palästinensischen Angaben ein Mensch getötet und ein weiterer schwer verletzt worden. Das bestätigte das Nasser-Krankenhaus in Khan Yunis in der Nähe der ägyptischen Grenze. Das israelische Militär teilte mit, es sei eine Gruppe von Personen getroffen worden, die den Abschuss einer Rakete Richtung Israel vorbereitet habe.

Nach übereinstimmenden palästinensischen und israelischen Angaben feuerte ein israelischer Kampfhubschrauber Raketen auf den Ort ab. Am Vorabend war erstmals seit Tagen wieder eine Rakete aus dem Gazastreifen in der Nähe der israelischen Stadt Ashkelon eingeschlagen. Dabei hatte es keine Opfer gegeben.

Am vergangenen Wochenende hatten sich Israel und militante Palästinenser im Gazastreifen einen blutigen Schlagabtausch mit insgesamt 13 Toten geliefert. Ägypten konnte die militanten Palästinensergruppen jedoch nach Medienberichten zunächst dazu bringen, angesichts einer drohenden Militäraktion Israels das Raketenfeuer einzustellen.

Aktivisten freigelassen

Unterdessen hat Israel am Samstag die erste Gruppe pro-palästinensischer Aktivisten freigelassen, die versucht hatten, mit zwei kleinen Schiffen die Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Sechs der 27 Bootsinsassen seien freigelassen worden, darunter zwei griechische Besatzungsmitglieder, drei Journalisten und ein arabischer Israeli, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums mit. Die restlichen Insassen seien in Ramla bei Tel Aviv in Gewahrsam, ihr Ausweisungsverfahren werde mindestens drei Tage dauern. 14 der Aktivisten kommen demnach aus Irland, Kanada, Großbritannien, Australien und den USA.

Die israelische Marine hatte die beiden von der Türkei aus gestarteten Boote „Saoirse“ und „Tahrir“ am Freitag in internationalen Gewässern abgefangen und in den Hafen von Ashdod gebracht. Eine Sprecherin des israelischen Militärs hatte den Aktivisten vorgeworfen, sie wollten Israel provozieren und die Sicherheit des Landes unterminieren.