Gesellschaft

FARC wollen Kampf in Kolumbien fortsetzen

Die „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) wollen den bewaffneten Kampf auch nach dem Tod ihres Anführers Guillermo Leon Saenz Vargas alias Alfonso Cano fortsetzen. Eine Entwaffnung der Guerillatruppe werde nicht für Frieden in Kolumbien sorgen, hieß es in einer FARC-Erklärung am Samstag. Stattdessen müssten „die Ursachen, die zu dem Aufstand geführt haben“, beseitigt werden.

Kolumbiens Verteidigungsminister Pinzon und Präsident Santos hatten am Vortag den Tod des Chefs der linksgerichteten Rebellenorganisation bestätigt. Demnach wurde Cano, der die Führung der FARC nach dem Tod ihres Gründers und langjährigen Chefs Manuel Marulanda 2008 übernommen hatte, am Freitag bei einem Gefecht in einer entlegenen Bergregion im Südwesten des Landes getötet.

Santos sprach von dem „härtesten Schlag, den die Guerillagruppe in ihrer Geschichte erlitten hat“. Zugleich forderte er die Rebellen auf, ihre Waffen abzugeben und Gespräche mit der Regierung in Bogota aufzunehmen.