Blutproben vertauscht: Wiener irrtümlich für schwer krank erklärt
Bei einem 55-jährigen Patienten wurde multiples Organversagen diagnostiziert. Eine Verwechslung, wie sich später herausstellte. Als „Kulanzlösung“ erhielt er 500 Euro Schadenersatz.
Wien - Im Wiener AKH sind zwei Blutproben vertauscht worden - was einem Patienten eine schockierende, aber falsche Diagnose bescherte: Er wurde laut „Kurier“ irrtümlich für schwer krank erklärt. Die Ärzte teilten ihm mit, dass ein multiples Organversagen diagnostiziert wurde. Erst eine zweite Untersuchung machte klar: Der Betroffene litt lediglich an Rotlauf.
In dem Bericht wird auf Studien verwiesen, wonach bei multiplen Organversagen rund die Hälfte der Patienten stirbt. Der 55-jährige wurde demnach nach der zweiten Untersuchung wieder in die Station zurückgebracht - wo er laut „Kurier“ unter anderem von einem Arzt ausgelacht worden sein soll. Ein anderer Mediziner hat demnach gemeint, dass „eh nichts“ passiert sei.
Nicht nur die Reaktion der Mediziner hat den Patienten verärgert: Laut der Artikel erhielt er als „Kulanzlösung“ lediglich 500 Euro Schadenersatz. Dies ist dem Mann, der seither an Panikattacken leidet, zu wenig, wie er im Interview sagte. Im AKH wurde die Fehldiagnose bzw. die Verwechslung von einer Sprecherin bestätigt.