Hunderte Everest-Abenteurer können nach Hause
Der Nebel um den Mount Everest hat sich aufgelöst. Die Bergsteiger, die tagelang festsaßen, werden bereits ausgeflogen.
Kathmandu – Hunderte in der Gegend um den Mount Everest festsitzende Bergsteiger haben am Montag die Region verlassen, nachdem sie wegen schlechter Wetterverhältnisse bis zu eine Woche dort ausharren mussten. Der Nebel löste sich am Montag wieder auf, sodass der Flugverkehr am einzigen Flughafen der Region in Lukla wieder aufgenommen werden konnte. Wie Polizeisprecher Ramesh Khakda sagte, starteten am Morgen rund 20 Maschinen am auf 2800 Metern Höhe gelegenen Flughafen.
Bis zum Vormittag seien mehr als 500 Touristen in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu eingetroffen, sagte ein Flughafensprecher. Es wurde erwartet, dass die Zahl im Laufe des Tages 1000 überschreiten würde.
Unter den Touristen, die tagelang im dichten Nebel der Region festsaßen, befanden sich auch zwei Bergsteiger aus Österreich. Derzeit sei zwar unklar, wo sie sich genau aufhalten, allerdings besteht „kein Grund zur Sorge“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal, gegenüber der APA. Das Paar, ein Vorarlberger und seine Freundin, eine gebürtige Wienerin, die in Tirol lebt, befand sich auf einer fünfwöchigen Reise in der Region.
In der vergangenen Woche waren in Lukla sämtliche Flüge gestrichen worden. Nur kleine Hubschrauber machten einige wenige Rettungseinsätze. Bis zum Wochenende saßen mehr als 2.000 Ausländer in Lukla fest.
Während die Besucher auf bessere Wetterverhältnisse warteten, waren Hotels in der Ortschaft überfüllt. Zudem wurden die Essensvorräte knapp. Einige Menschen verbrachten die Nächte in Zelten und Speiseräumen von Hotels. Einige machten sich sogar zu Fuß von Lukla auf den Weg zur nächstgelegenen Schnellstraße.
Der Flughafen von Lukla ist Anlaufpunkt für Trekker und Bergsteiger auf dem Weg zum Mount Everest und dem umliegenden Gebirge. Im Herbst zieht es besonders viele Besucher in die Region. (dapd, APA)