Der Streik bei der Post ist abgewendet – die Drohung bleibt
Bis 4 Uhr in der früh wurde verhandelt: Der Streik wird nicht stattfinden – ebenso werden die umstrittenen Mitarbeitergespräche gestoppt.
Innsbruck – Der angedrohte Poststreik ist abgewendet. Personalvertretung und Postvorstand haben sich am Dienstag nach fast zwölf Stunden Verhandlungsmarathon geeinigt.
Tiroler Postgewerkschafter Heinz Kirchmair dazu: „Jene vielfach kritisierten Mitarbeitergespräche wurden von der Post zurückgenommen.“
Damit war der Weg frei für eine Entspannung der Situation. Der Streitpunkt und die damit verbundene Einteilung der Mitarbeiter in eine A, B oder C-Kategorie (die TT deckte diese Praxis auf) ist ausgeräumt. „Die Klage dagegen läuft aber weiterhin und am 25. November steht die Verhandlung dazu an“, berichtet Kirchmeier der TT.
Bis Ende des Jahres soll nun eine Betriebsvereinbarung ausgearbeitet werden, um die Rahmenbedingungen für Mitarbeitergespräche gesetzlich festzulegen.
Zudem wird die Post-Geschäftsführung eine Hotline für Mobbingvorwürfen einrichten. Außerdem soll mehr Personal in der Zustellung eingesetzt werden. Springerpools würden in allen Regionen eingerichtet, um die Mitarbeiter zu entlasten. Rund 50 Personen werden sofort aufgenommen, Arbeitsgruppen zudem eingerichtet.
„Sollte sich die Sache nicht wie abgesprochen entwickeln, wird gestreikt“, bleibt die Postgewerkschaft aber dennoch bei der Streikdrohung. (TT)