OMV auf Platz 53 der Top-250-Energieunternehmen
Die OMV ist unter den wichtigsten 100 Energieunternehmen der Welt. Verbund und EVN schaffen es unter die Top-250.
Wien – Exxon Mobil führt das jüngste Ranking der Top-250 leistungsfähigsten Energieunternehmen der Welt an, das vom internationalen Brancheninformationsdienst Platts erstellt wurde. Dahinter folgen Chevron und Gazprom. Auch drei österreichische Unternehmen finden sich auf der Liste: Die OMV auf Platz 53, der Verbund auf Rang 174 und die EVN an 246. Stelle.
Die Top-Ten des Rankings 2011 bestehen aus Öl- und/oder Gaskonzernen, die auch noch die Plätze 11 (Statoil ASA) und 12 (Petrobras) besetzen. Der erste Stromkonzern ist auf Rang 13 die deutsche E.ON. Ein großer Verlierer war laut Platts BP: Der Konzern, der 2009 noch auf Rang zwei lag, rutschte wegen der Verluste nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko auf Platz 118 ab. Herangezogen wurden für das Ranking diverse Unternehmenskennzahlen wie Umsatz, Gewinn, Kapitalrentabilität und Vermögen.
Die Unternehmen profitierten von der steigenden Öl- und Gasnachfrage und den steigenden Preisen im Jahr 2010. Die Top-Ten Unternehmen brachten es zusammen auf Gewinne von 178,9 Mrd. Dollar (130,2 Mrd. Euro). Das war um ein Fünftel mehr als 2009, aber weniger als der Rekordwert von 2008 mit rund 214 Mrd. Dollar.
Asiatische Unternehmen gewinnen an Bedeutung
Im längerfristigen Vergleich stellt Platts folgende Trends fest: Setzten sich die Top-Ten im Jahr 2006 noch aus fünf westeuropäischen integrierten Öl- und Gasunternehmen sowie drei US-Energiekonzernen, Petrobras und PetroChina zusammen, so waren es 2010 nur mehr zwei Westeuropäer, unverändert drei US-Unternehmen sowie drei russische und zwei chinesische Unternehmen.
Unter den Top-20 waren allerdings unverändert acht Unternehmen aus Westeuropa, nur eines weniger als 2006. Die Zahl der US-Firmen sank von sechs auf drei. China war 2010 mit drei Unternehmen unter den Top-20 vertreten, nach zwei Unternehmen vor fünf Jahren. Die Zahl der russischen Firmen stieg von drei auf vier. Vertreten sind nicht nur Öl- und Gaskonzerne, sondern nach Privatisierungen auch Stromfirmen.
Die Zahl der asiatischen Unternehmen im Ranking ist innerhalb von fünf Jahren von 56 auf nunmehr 70 gestiegen. Stark zurückgefallen ist dabei nach der Atomkatastrophe von Fukushima die japanische Tepco (Rang 131 nach Rang 54 im Jahr 2009). Gut entwickelt hat sich dagegen der japanische Öl- und Gassektor, so verbesserte sich etwa JX Holdings von Platz 129 auf Rang 18. Aus Indien kamen drei Unternehmen neu in die Top-250.