Helfer kritisieren schleppende Zahlungen für Flutopfer in Pakistan
Bisher seien auf einen Aufruf der Vereinten Nationen hin weniger als ein Drittel der benötigten 357 Millionen Dollar (knapp 259 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt worden.
Islamabad – Mehrere Hilfsorganisationen haben die schleppende Zahlung von Hilfsgeldern für die rund fünf Millionen Opfer von Überschwemmungen im Süden Pakistans kritisiert.
Bisher seien auf einen Aufruf der Vereinten Nationen hin weniger als ein Drittel der benötigten 357 Millionen Dollar (knapp 259 Millionen Euro) zur Verfügung gestellt worden, erklärten die Organisationen Oxfam, Save the Children und Care sowie der Dachverband Acted am Mittwoch. Die betroffenen Menschen brauchten kurz vor dem Wintereinbruch dringend Trinkwasser, Hygieneutensilien, Zelte und Medikamente.
Von den Überschwemmungen ist vor allem die Provinz Sindh betroffen, wo zahlreichen Bauern wegen des schlechten Wetters zudem der Verlust ihrer Ernte droht. Dort und in der benachbarten Provinz Baluchistan wurden vor gut zwei Monaten durch einen Monsun mehr als eineinhalb Millionen Häuser zerstört.
Etwa 800.000 Menschen sind seither obdachlos. Die Europäische Kommission gab bisher 20,6 Millionen Dollar an Hilfsgeldern frei. Die US-Regierung stellte 13,4 Millionen Dollar zur Verfügung. (APA/AFP)