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VCÖ fordert Umweltzonen in „Feinstaub-Städten“

Der VCÖ warnt vor der gesundheitsgefährdenden Wirkung von Feinstaub und fordert die Einführung von Umweltzonen.

Wien – Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) forderte am Mittwoch die rasche Einführung von Umweltzonen in österreichischen Städten, die von Feinstaub überdurchschnittlich belastet sind. Es gelte, dem vorwiegend durch Straßenverkehr verursachten Dieselruß den Kampf anzusagen, wie das schon in vielen europäischen Städten erfolgt sei.

Dieselruß ist laut VCÖ in seiner Langzeitwirkung nämlich deutlich schädlicher als bisher angenommen. Punkto Umweltzonen haben übrigens Italien (102) und Deutschland (48) europaweit die Nase deutlich vorne. Dass Umweltzonen die Dieselruß-Emissionen stark verringern können, beweise das Beispiel Berlin. Dort habe man den Schadstoffausstoß um die Hälfte reduzieren können. Die Notwendigkeit von Umweltzonen in Österreich unterstreiche auch die Tatsache, dass es bereits in mehr als 170 europäischen Städten solche Zonen gibt.

Jahresgrenzwerte überschritten

In Wien etwa sei in den vergangenen sieben Tagen eine zu hohe Feinstaubbelastung registriert worden. „Heuer wurde in Österreich bei mittlerweile 48 Messstellen der Feinstaub-Jahresgrenzwert überschritten. Mit Ausnahme Vorarlbergs sind alle Bundesländer betroffen“, sagte VCÖ-Sprecherin Ulla Rasmussen. Dabei gelte: Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub. Am gefährlichsten seien Dieselrußpartikel, weil diese krebserregend sind und massive Lungenschäden verursachen können.

„Die Luftverschmutzung ist für uns eine große Herausforderung“, betonte Sylvia Hartl, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie. „Waren früher die Industrieanlagen das größte Problem, ist es heute der Verkehr mit seinen bodennahen Emissionen.“ Kinder seien diesbezüglich besonders gefährdet, weil ihre Atemfrequenz höher ist und sie sich im Wachstum befinden.

Auch die Grüne Vizebürgermeisterin der Feinstaub-Hochburg Graz, Lisa Rücker, sprach sich für Umweltzonen aus. „Für mich hat die Gesundheit der Menschen absoluten Vorrang“, so Rücker.