Anklage gegen Kroaten nach Mord an Kufsteiner Autohändler
Soll 58-Jährigen im Februar 2008 mit 15 wuchtigen Schlägen gegen den Kopf getötet haben.
Innsbruck – Nach dem Mord an einem 58-jährigen Kufsteiner Autohändler im Februar 2008 hat die Innsbrucker Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 42-jährigen Kroaten wegen Mordes, Raubes und schwerer Nötigung erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, sein Opfer durch mindestens 15 wuchtige Schläge mit einem unbekannten Gegenstand gegen den Kopf vorsätzlich getötet zu haben. Der Kroate wurde am 17. Mai in Ungarn verhaftet und anschließend nach Österreich ausgeliefert.
Seitdem befindet er sich in der Innsbrucker Justizanstalt in Untersuchungshaft. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig, teilte Hansjörg Mayr, Sprecher der Anklagebehörde, am Mittwoch in einer Aussendung mit. Im Falle eines Schuldspruches droht dem 42-Jährigen eine zehn- bis 20-jährige Freiheitsstrafe oder lebenslänglich.
Nach der Tat soll der Kroate die Geldtasche des Autohändlers mit mehreren tausend Euro mitgenommen haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das auch das Motiv für den Mord war, hieß es. Der Verdacht gründe sich insbesondere auf Angaben der Ex-Frau des Angeklagten, wonach sich der 42-Jährige nach der Tat auffällig verhalten und Andeutungen gemacht habe, die auf seine Täterschaft schließen ließen. Er soll die Frau zudem mit dem Umbringen bedroht, falls sie die Polizei informieren sollte.
Der 58-Jährige war am 20. Februar 2008 mit massiven Kopfverletzungen von einem Kunden in einem Verkaufscontainer nahe der Autobahnausfahrt Kufstein-Nord gefunden worden. Der Mann hatte dort einen Gebrauchtwagenhandel betrieben. (APA)