Klinik dementiert Verabreichung von Propofol an Südtiroler Bub

Das Kind war wegen schwerer Verbrennungen in Behandlung gewesen und soll dabei auch mit Propofol behandelt worden sein.

Innsbruck – Im Zusammenhang mit dem tragischen Tod eines dreijährigen Mädchens an der Innsbrucker Kinderklinik rückt jetzt ein weiterer Fall in den Mittelpunkt des Interesses.

Es geht um die Behandlung eines Kleinkindes aus Südtirol, das vor drei Jahren an die Innsbrucker Klinik eingeliefert wurde. Dort wurde es an mehreren Stationen behandelt, der heute dreieinhalbjährige Bub soll Entwicklungsrückstände aufweisen.

Die Klinik wurde jetzt mit diesen Umständen konfrontiert, weil auch der Verdacht geäußert wurde, das Kleinkind wäre über einen längeren Zeitraum mit dem Narkosemittel Popofol im künstlichen Tiefschlaf gehalten worden.

Das wird jedoch von Klinik-Sprecher Johannes Schwammberger vehement zurückgewiesen: „Das Kind wies schwerste Verbrennungen auf und erhielt massive Schmerzmittel. Aber was wir definitiv ausschließen können ist, dass der Bub über mehrere Tage hinweg mit Propofol im künstlichem Tiefschlaf gehalten wurde.“ 2008 sei das Kind in Behandlung an der Klinik gewesen. (pn)